Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Ehemaliger Profi Danny Blum Spielertrainer bei Schwarz-Weiß Frankenthal

Der ehemalige Profi Danny Blum (vorne) heuert als Spielertrainer in Frankenthal an.
Der ehemalige Profi Danny Blum (vorne) heuert als Spielertrainer in Frankenthal an.

Ohne große Ambitionen waren die Fußballer der DJK SW Frankenthal im Sommer in die Saison 2024/25 gegangen. Das wird sich aber im Sommer ändern. Der Klub hat laut seinem Ersten Vorsitzenden Tim Graf nämlich in der A-Klasse Rhein-Pfalz in Zukunft einiges vor.

„Als wir gesehen haben, wer sich in der Sommerperiode in der Liga alles wie und mit wem verstärkt hat, ist schon früh klar gewesen, dass der Aufstieg für uns in dieser Runde nicht in Frage kommen würde“, sagt Graf. In der Vergangenheit meist immer ein Kandidat für das vordere Drittel in der Spielklasse lief die bisherige Spielzeit auch sportlich nicht gut. Derzeit überwintern die Schwarz-Weißen in der A-Klasse nur auf dem elften Tabellenrang.

„Klar ist es schade, dass es so gelaufen ist. Aber es ist jetzt auch kein echter Beinbruch“, findet Graf, der zugibt: „Wir haben die Saison eigentlich schon abgehakt.“ Die Frankenthaler planen schon die kommende Spielzeit. Und das mit ziemlich viel Euphorie. Denn: Schwarz-Weiß gelang ein Transfercoup. Ex-Profi Danny Blum hat bei den Frankenthalern als Spielertrainer angeheuert. Der 31-Jährige wirkte bereits zwischen den Jahren beim Rheinpfalz-Cup-Hallenturnier für seinen neuen Klub mit - und führte das Team gleich zum Pokalerfolg. „Er bringt frischen Wind und es schon schön zu sehen, wie viele Spieler auf einmal auch von auswärts unter Danny trainieren wollen. Aber klar ist. Alle Transfers, die wir nun tätigen, sind für die nächste Saison“, freut sich Graf über das Engagement des ehemaligen Bundesligaprofis der schon die Trikots von Klubs wie Eintracht Frankfurt, 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC oder SV Sandhausen trug. Zuletzt war der gebürtige Frankenthaler beim Verbandsligisten TSG Pfeddersheim aktiv. „In der nächsten Saison wollen wir aufsteigen“, macht Graf klar.

Zu Saisonbeginn hatte der Erste Vorsitzende auch die sportliche Verantwortung. Die Saison begann für Schwarz-Weiß mit einem 2:8 zu Hause gegen den Stadtrivalen VfR denkbar ungünstig. Nach einem 2:0-Erfolg zu Hause gegen GW Ludwigshafen folgte mit dem 2:7 gegen den FC Arminia Ludwigshafen II die nächste Heimschlappe. Nach einem 0:2 beim großen Titelfavoriten Südwest Ludwigshafen folgte dann ein 6:0-Heimsieg über den TSV Eppstein. Doch Schwarz-Weiß blieb nicht konstant. Nach einem 2:7 beim SV Weisenheim/Sand folgte eine 0:2-Niederlage beim ASV Maxdorf. Mit einem 3:1 beim SV Ruchheim und einem 3:2-Erfolg auf eigenem Kunstrasen über den SV Obersülzen blickten die Frankenthaler wieder entspannter in die Zukunft.

Knapp gewann Schwarz-Weiß auch das Spiel beim SC Bobenheim-Roxheim (4:3), um dann aber wieder eine unnötige 2:3-Heimniederlage gegen den ESV Ludwigshafen zu kassieren. Beim ASV Heßheim war auch mehr drin als ein 2:3. Mit einem 3:0 über den FC Arabia Frankenthal und danach einem 3:2 gegen die TSG Eisenberg besserte Schwarz-Weiß die eigene Bilanz wieder auf. Danach ging auch das zweite Duell gegen den VfR verloren. Diesmal mit 0:2. Doch Schwarz-Weiß gewann bei der DJK Eppstein Ende November mit 2:1 und hat Ligaelfter derzeit vier Punkte auf den ersten möglichen Abstiegsplatz.

„Wir wollen in der Liga in der Rückrunde noch so viel mitnehmen, wie es geht. Ich denke, den Ligaerhalt werden wir schaffen, davon gehe ich jetzt mal aus“, sagt Graf. Das erste Pflichtspiel 2025 tragen die Frankenthaler am 23. Februar aus, wenn der ASV Maxdorf auf den eigenen Kunstrasen kommt, der aber übelst schlecht ist. „Wir trainieren und spielen da auf Asphalt. Ich wäre wirklich glücklich, wenn es bald grünes Licht für die Sanierung geben würde“, sagt Graf.

Sehr gut lief es für die Schwarz-Weißen im Kreispokal. Nach Siegen über Vatanspor Frankenthal (7:6 nach Elfmeterschießen), den SC Bobenheim-Roxheim (3:2) und ASV Mörsch (8:1) hat das Team das Halbfinale erreicht. Dort treffen die Schwarz-Weißen am Dienstag, 18. März, auswärts auf den FV Freinsheim II. Im Finale würde dann Südwest Ludwigshafen warten. „Mit Danny im Kader hätten wir einem Endspiel Chancen, zumal in 90 Minuten im Pokal alles passieren kann“, sagt Tim Graf.

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