Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Dicker Ast kracht auf Gehweg

Dieser Ast fiel vor Ostern aus einer der Linden in der Fichtestraße zu Boden. Es sei nur Glück gewesen, dass niemand verletzt wu
Dieser Ast fiel vor Ostern aus einer der Linden in der Fichtestraße zu Boden. Es sei nur Glück gewesen, dass niemand verletzt wurde, findet Anwohnerin Ute Hammer.

Kurz vor Ostern ist ein armdicker Ast direkt vor dem Haus von Ute Hammer in der Fichtestraße auf den Gehweg gekracht. Lebensgefährlich – findet die Frankenthalerin. Die Verwaltung sieht keinen Handlungsbedarf und verweist auf geltende Fristen.

Es sei nicht das erste Mal, dass in der Straße im Viertel Lauterecken bei stärkerem Wind Totholz aus den Jahrzehnte alten Linden auf Fahrbahn und Bürgersteig fällt, berichtet Ute Hammer. „Und sicher nicht das letzte Mal“, schiebt sie hinterher. Sollte ein Fußgänger einen solchen Ast abbekommen, könne das böse enden, befürchtet sie. Trotz Beschwerden, die sie bereits vor Jahren vorgebracht habe, unternehme die Stadt nichts. Hammers Vorwurf: Die Linden würden nicht ordentlich gepflegt.

Dem widerspricht die Verwaltung auf Anfrage. Die Bäume, die die Fichtestraße wie eine Allee säumen, würden einmal im Jahr kontrolliert. „Die letzte Baumkontrolle in der Fichtestraße fand am 24. Januar statt“, heißt es in einer Stellungnahme. Das Totholz, das im Moment an mehreren Stellen am Straßenrand liegt, werde „zeitnah“ von einer Fachfirma beseitigt. „Es besteht bezüglich der Verkehrssicherungspflicht kein akuter Handlungsbedarf – die bei der Baumkontrolle festgelegten Fristen werden eingehalten“, betont die Stadt.

Bodenplatten lose

Die herabfallenden Äste sind aus Sicht von Anwohnerin Hammer nicht das einzige Ärgernis. Durch die Wurzeln der Linden werden die Gehwegplatten angehoben, der Bürgersteig gleicht einer Buckelpiste. Auch in Hammers Einfahrt sind etliche Platten lose. An ihrer Hausfassade seien bereits feine Haarrisse sichtbar, die Hammer ebenfalls auf die Linden zurückführt. Sie denke darüber nach, die Wurzeln der Bäume auf ihrem Grundstück zu kappen, sagt die Frankenthalerin. Auf jeden Fall wolle sie die Verwaltung wegen der Schäden haftbar machen. „Linden gehören nicht in so eine enge Straße“, findet sie.

Eine Straßenkontrolle habe ergeben, dass zwar leichte Anhebungen im Gehwegbelag bestehen, „derzeit aber noch kein Handlungsbedarf besteht“, teilt die Verwaltung hierzu mit. Zu Schäden an Hausfassaden könne man keine Aussage treffen. Üblicherweise werde bei Hinweisen und ansonsten auch routinemäßig kontrolliert.

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