Frankenthal Der Trainer und die Puzzleteile

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„Wir sind einen Schritt weiter als zu Beginn der letzten Saison, als ich die Mannschaft übernommen habe“, freut sich der Trainer des Fußball-B-Klassisten TSV Eppstein, Uwe Naßhan. Der Übungsleiter erzählt von Puzzleteilchen, die er seit seinem Amtsantritt an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße verändert habe. Ein Punkt beim TSV Bockenheim, der freiwillig die A-Klasse verlassen hat, gegen den A-Klasse-Aufsteiger Ludwigshafener SC II im Pokal weitergekommen und nun ein 4:1 (3:1)-Erfolg gegen den B-Klasse-Aufsteiger TSG Eisenberg II, der am ersten Spieltag überraschend gegen Eintracht Lambsheim gewonnen hat. Mit dem Start kann Naßhan zufrieden sein. Doch er sagt trotz zweifachen Rückstands seiner Mannschaft in Bockenheim: „Das Auftaktspiel hätten wir gewinnen müssen.“ Und Naßhan meint trotz des 4:1-Erfolgs gegen Eisenberg II: „Unser Defensivverhalten muss besser werden.“ Er sagt das, weil der Endstand wohl deutlicher ist als es der Spielverlauf hergegeben hat. Denn der Trainer hat registriert, dass seine Mannschaft nach einer 2:0-Führung, erzielt durch Dominik Groß (4.) und Steffen Rittmann, und einem Gegentreffer von Christoph Schlundt (23.) im Kerwespiel Glück hatte, dass die Gäste nicht noch in der ersten Halbzeit zum Ausgleich kamen. Einmal habe TSV-Torwart Benjamin Wilhelmy super reagiert, sonst wäre das der TSG II wohl gelungen. Wer weiß, welchen Verlauf die Partie dann genommen hätte ... So schoss Rittmann mit seinem zweiten Treffer zwei Minuten vor der Pause den TSV wieder eindeutiger in Front. Die Vorentscheidung. Der Kader ist in dieser Saison nicht mehr so klein. Mit Jannik Heitz ist Naßhan dabei, einen Spieler, der aus der JSG Isenach Kickers herauskam, die von DJK und TSV Eppstein sowie Eintracht Lambsheim ins Leben gerufen wurde, in die Defensive des TSV einzubauen. Heitz habe das Zeug dazu, in der ersten TSV-Mannschaft zu spielen. Er sei in der Vorbereitung immer da gewesen. Aber jetzt merke er, dass der Sprung von der Jugend zu den Aktiven groß sei. An dem Nachwuchsspieler hätten die Wackler in der Defensive nicht gelegen. „Da ist die gesamte Mannschaft gefordert“, sagt Naßhan. Auf seinen Sohn muss der Trainer wohl weitestgehend verzichten, weil er sich im stolzen Fußballeralter von 23 Jahren ein wenig zurückgenommen hat und beim TSV nun als Spielleiter agiert. Was „dem Drumherum beim TSV“ guttue, aber eigentlich sehe der Trainer ihn gerne noch auf dem Platz. Uwe Naßhan war ja einst selbst ein guter Defensiver. Als solcher hält er den Ball gerne flach. Dabei hat er durchaus noch geballte Offensivkraft in der Hinterhand. Masen Shanab, vor der Saison vom ASV Heßheim zum TSV gewechselt, in der vergangenen Spielzeit mit 24 Toren auf Platz drei der Torjägerliste der Klasse, hatte verletzungsbedingt noch keinen Einsatz. Doch er war in der vergangenen Woche wieder im Training. Simon Marius Schermer, in der vergangenen Runde mit 13 Toren dabei, kam gegen Eisenberg in der zweiten Hälfte von der Bank ins Spiel. Doch Naßhan hebt warnend den Finger: „So gut aufgestellt ist unser Kader noch nicht. Viele Ausfälle können wir nicht kompensieren.“ Am Freitag kommt der FV Freinsheim II nach Eppstein. Das Spiel wurde getauscht, eigentlich hätte Freinsheim Heimrecht. Der FV kam gerade bei Eintracht Lambsheim unter die Räder. Beide Teams sind für Naßhan Favoriten auf die vorderen Plätze. Top-Favorit bleibt allerdings die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal. Auch Naßhan will mit dem TSV so lange wie möglich oben dabei bleiben. So nennt er das Spiel gegen Freinsheim II am Freitag, 19.30 Uhr, schon einmal „richtungsweisend“.

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