Hallenhockey RHEINPFALZ Plus Artikel Damen der TG Frankenthal spielen 4:4 gegen Wiesbadener THC

Doppeltorschützin für die TG Frankenthal: Klara Galijasevic.
Doppeltorschützin für die TG Frankenthal: Klara Galijasevic.

Die Damen der TG Frankenthal müssen im Titelkampf der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd auf fremde Hilfe hoffen. Die TG trennte sich am Samstag im Spitzenspiel 4:4 (3:2) von Spitzenreiter Wiesbadener THC und bleibt damit drei Zähler zurück. Es war ein gerechtes Remis, das sich die TG mit einem aufopferungsvollen Kampf sicherte.

Als das Spiel vorbei war, sanken die TG-Spielerinnen auf den Hallenboden. Ihre Gegnerinnen aus Wiesbaden blieben stehen. Und damit war deutlich, wem dieses Remis mehr bringt. Die TG hatte aufopferungsvoll gekämpft, in der Schlussminute sogar die gute Torfrau Celine Hochstetter für eine zusätzliche Feldspielerin vom Platz genommen. Kurz vorher hatte Marie Sattler die Chance zum 5:4. Doch sie brachte frei vor dem Gästetor den Ball nicht unter Kontrolle.

Natürlich machte hinterher keiner einen Vorwurf in Richtung der 17-Jährigen. „Das passiert. Sie wird ihre Tore noch machen“, meinte Katharina Koppel aufmunternd. Es wäre auch nicht fair, das Resultat nur an dieser Szene festzumachen. Die TG hatte einige gute Gelegenheiten, war im Schusskreis aber nicht konsequent genug oder zu zögerlich. Direkt nach dem Spiel war TG-Spielgestalterin Elisa Haselmaier „sehr enttäuscht. Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand“. Der Meister der Zweiten Regionalliga hat in einer Relegation die Chance, sich direkt für die neu ins Leben gerufene Zweite Hallenbundesliga zu qualifizieren. Da hätte sich TG-Trainer Tobias Stumpf die Partie auch vorstellen können: „Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten. Man hat gesehen, dass es die beiden Top-Teams der Liga sind. Das Spiel hätte auch ein, zwei Ligen höher stattfinden können.“

Galijasevic gut aufgelegt

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, in dem die gut aufgelegte Klara Galijasevic und Kapitänin Kim Lauer (Strafecke) jeweils die Führung der Gäste egalisierten, übernahmen die Gastgeber das Kommando. Vom druckvollen Spiel des Spitzenreiters oder dessen gefährlichen Kontern war in dieser Phase nicht viel zu sehen. Das folgerichtige 3:2 ging wieder auf das Konto von Galijasevic, die von Marie Fischer gedankenschnell mit einem langen Pass in Szene gesetzt worden war.

Nach dem Seitenwechsel aber leistete sich die TG wieder ein paar Minuten mentale Auszeit. Das nutzte Wiesbaden eiskalt. 3:4 hieß es nach 36 Minuten. „Diese Minuten dürfen wir uns nicht erlauben“, meinte Tobias Stumpf. Elisa Haselmaier sprach von zwei Leichtsinnsfehlern, die nicht passieren dürften.

TG mental stark

Es spricht aber auch für die TG, dass sie mittlerweile die mentale Stärke hat, sich wieder zurückzukämpfen in solche Partien. Frankenthal gab fortan wieder Gas und kam durch einen sehenswerten Rückhandtreffer von Kim Lauer zum 4:4. „Es hätte mehr rausspringen können. Aber der Kampfgeist hat gestimmt. Die Mannschaft ist mental gewachsen“, erläuterte Koppel.

Frankenthal muss jetzt hoffen, dass Wiesbaden irgendwo verliert. In diesem Zusammenhang fiel nach dem Spiel immer wieder der Name Hanau. Beide Mannschaften müssen noch zum Tabellendritten. „Wir müssen Vollgas geben und alle Spiele gewinnen“, betonte Haselmaier.

Am kommenden Wochenende geht es nach Alzey. Gegen den punktlosen Aufsteiger erwartet die TG ein anderes Spiel. „Wir müssen dort gewinnen und was fürs Torverhältnis tun“, forderte Tobias Stumpf.

So spielten sie

TG Frankenthal: Hochstetter (Main) - Fischer, Müller, Büffor, Peikert - Koppel, Haselmaier - Lauer, Hilbert, Sattler, Galijasevic

Wiesbadener THC: Gottwald - Fuhr, Dasbach, Anne Behrendt, Schuhmann - Wahmes - Chelmowski, Marlene Behrendt, Estorf, Schmitz-Roeckerath, Eifert

Tore: 0:1 Marlene Behrendt (7.), 1:1 Galijasevic (8.), 1:2 Wahmes (10.), 2:2 Lauer (12., Strafecke), 3:2 Galijasevic (20.), 3:3 Estorf (33., Strafecke), 3:4 Marlene Behrendt (36.), 4:4 Lauer (54.) - Strafecken: 3/1 - 3/1 - Beste Spielerinnen: Fischer, Galijasevic, Lauer - Gottwald, Wahmes, Estorf - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Metz (Kaiserslautern)/Brocker (Bruchmühlbach).

Kein Spitzenspiel ohne kleine Blessuren: Physiotherapeut Cumhur Aslan kümmert sich um TG-Verteidigerin Nina Büffor.
Kein Spitzenspiel ohne kleine Blessuren: Physiotherapeut Cumhur Aslan kümmert sich um TG-Verteidigerin Nina Büffor.
Sicherer Rückhalt im TG-Tor: Keeperin Celine Hochstetter.
Sicherer Rückhalt im TG-Tor: Keeperin Celine Hochstetter.
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