Frankenthal CDU-Politikerin Doris Schwarz gestorben

Doris Schwarz
Doris Schwarz

Sie hat gemalt, sie hat musiziert und sich in Frankenthals Kommunalpolitik engagiert – das alles immer mit viel Herz und Leidenschaft. Am Donnerstag vergangener Woche ist die langjährige CDU-Stadträtin Doris Schwarz im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Begegnungen mit Doris Schwarz – ob persönlich oder am Telefon – hatten immer Charme, begannen nie ohne ein nettes Wort über gemeinsam Erlebtes und endeten mit einem verbindlichen Ergebnis. Neben dem konkreten Problem, der sachlichen Frage, spielte für ihr Engagement die emotionale Ebene eine zentrale Rolle: Welche Folgen hat eine (kommunal-)politische Entscheidung für die davon Betroffenen? Was könnte sie auslösen?

Die Sprecherin der CDU im Stadtrat, Gabriele Bindert, beschreibt Schwarz als „Gewissen und Seele der Fraktion“. Mehr als 17 Jahre lang saß sie für die Christdemokraten im Rat und in Ausschüssen. Ihr Verständnis und Menschenbild habe in Debatten oft noch weitergehende Aspekte hervorgekehrt, sagt Bindert. Das fehle, seit Schwarz sich im Herbst 2021 aus gesundheitlichen Gründen aus der politischen Arbeit zurückgezogen habe.

Hebich: Gespür für Sorgen und Nöte

Die dreifache Mutter, die im badischen Mosbach aufgewachsen ist, war neben ihrem Mandat und den Parteiämtern zwei Jahrzehnte lang auch rechte Hand von Christian Baldauf, organisierte die Wahlkreisarbeit des Landtagsabgeordneten. „Ihre große Stärke ist der persönliche Kontakt“, sagt er. Damit habe sie als Interessenvertreterin des Frankenthaler Südens viel bewegt – gerade im sozialen Bereich.

Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) würdigt Schwarz’ Einsatz als ehrenamtliche Kommunalpolitikerin: Sie habe der Stadt einen unermesslichen Dienst erwiesen. „Mit ihrem Gespür für die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger wird sie nachhaltig in Erinnerung bleiben“, betont der OB.

Doris Schwarz’ Interessen im Privaten waren so vielfältig wie ihr gesellschaftliches Engagement: die mit ihrem Mann Erich geteilte Leidenschaft für Schottland, ihr Faible für die Ukulele und das Bassspielen und die Freude an der Malerei. Am Donnerstag, 8. September, 11 Uhr, finden auf dem Hauptfriedhof Frankenthal Trauerfeier und Beisetzung statt. Die Verstorbene wünschte sich von denjenigen, die sie auf ihrem letzten Weg begleiten, bunte Kleidung.

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