Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel CDU-Forderung: Buslinie 84 soll raus aus dem Starenweg

Die Anwohner im Starenweg sind sauer: Die Belastung durch die Busfahrten habe „das Fass zum Überlaufen“ gebracht.
Die Anwohner im Starenweg sind sauer: Die Belastung durch die Busfahrten habe »das Fass zum Überlaufen« gebracht.

Der Protest zeigt offenbar Wirkung: Die CDU-Stadtratsfraktion fordert nach Gesprächen mit Bürgern aus der Ostparksiedlung, dass die Buslinie 84 wieder schnellstmöglich auf die Straße Am Kanal zurückverlegt werden soll. Der Hintergrund: Seit dem Fahrplanwechsel rollen die Busse über den Nachtweide- und Starenweg und nerven dort viele Anwohner.

Eine Rückkehr zur alten Strecke, auf der die Linie 84 seit dem Start im Herbst 2015 verkehrt, hatte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) im Namen der Verwaltung bislang kategorisch ausgeschlossen, aber bauliche Anpassungen im Starenweg angeboten. Ein Argument: Die neue Linienführung erschließe ein größeres Fahrgastpotenzial. Die Anwohner wiederum führen gefährliche Situationen im Begegnungsverkehr und für Fußgänger ins Feld.

Die CDU schlägt sich nach einem weiteren Ortstermin am vergangenen Wochenende auf die Seite der Bürger und beantragt für die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Donnerstag, 8. Oktober, dass die Buslinie 84 „bis auf Weiteres“ wieder über die Straße Kanal zwischen Oppau und dem Frankenthaler Hauptbahnhof pendeln soll. „In der Ostparksiedlung gibt es – so wurde es uns vorgetragen – eine Vielzahl an Punkten, bei denen die Anwohner eine Lösung erwarten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion.

Anfrage zum Wertstoffhof

Dafür wünschen sich die Christdemokraten „eine umfassende Beteiligung und Anhörung“, schreiben Fraktionssprecherin Gabriele Bindert und ihr Stellvertreter Christian Baldauf in der Stellungnahme. In dem Antrag bittet die CDU zudem um Informationen, ob etwa eine Verlegung des Wertstoffhofs im Starenweg mach- und finanzierbar wäre. Das möchten die Kommunalpolitiker auch für einen Ausbau des Wirtschaftswegs wissen, der östlich der Isenach nach Norden führt.

Das Thema Wertstoffhof möchte die Fraktion außerdem bei der nächsten Sitzung des Betriebsausschusses detaillierter beleuchten lassen. Auch hier fragt die CDU nach Alternativstandorten für die Einrichtung des Eigen- und Wirtschaftsbetriebs (EWF). Der Anlieferverkehr dorthin sei von vielen als störend bezeichnet worden. Die Verlegung der Buslinie zum Fahrplanwechsel Mitte Juni habe dann „das Fass zum Überlaufen gebracht“.

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