Fussball
Bezirksliga: VfR Frankenthal empfängt zum Rundenabschluss LSC
17 Partien haben der VfR Frankenthal und der Ludwigshafener SC jeweils absolviert. Der VfR hat 55-mal, der LSC sogar schon 60-mal getroffen. Tore dürften also garantiert sein in einem Spiel, das die Gäste gewinnen müssen, um noch eine Chance auf den Einzug in die Aufstiegsrunde zu haben. Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden müssen sich die Ludwigshafener ab März in der Abstiegsrunde behaupten.
Den anderen Weg wird Gastgeber VfR Frankenthal gehen. Das Team von Trainer Martin Wohlschlegel hat sich bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Selbstverständlich wollen sich die Frankenthaler aber auch zum Abschluss der Hauptrunde keine Blöße geben und mit einem Sieg Platz zwei verteidigen. Auch der FV Freinsheim hat 34 Punkte, muss aber zu Hause gegen Tabellenführer BSC Oppau ran.
Für die Partie gegen den LSC könnte Kapitän Patrick Corell beim VfR wieder in die Mannschaft rutschen. Der 32-jährige Innenverteidiger hatte sich im Spiel gegen den SV Weisenheim/Sand vor knapp vier Wochen am Oberschenkel verletzt. Inzwischen ist er aber wieder im Training. Er müsse jedoch noch die restliche Trainingswoche abwarten, sagt der Betriebswirt.
Corell mit LSC-Vergangenheit
Bei der Partie träfe der 32-Jährige auf zumindest einen Kollegen aus vergangenen Tagen: Bernd Fröhlich. Mit ihm spielte Corell während seiner VfR-Abstinenz von 2015 bis 2017 beim Ludwigshafener SC in der Verbandsliga zusammen. „Er war für uns Spieler immer die erste Anlaufstelle“, erinnert sich der Innenverteidiger.
2017 kehrte der Abwehrspezialist nach Frankenthal in die A-Klasse zurück und wurde prompt Kapitän. „Das war eine Ehre für mich. Ich fühlte mich sehr wertgeschätzt“, sagt Corell. Die Rückkehr zu seinem Jugendklub hatte vor allem berufliche Gründe. Während seiner Arbeit als Kaufmann im Groß- und Außenhandel besuchte Corell die Abendschule und machte den Abschluss als Betriebswirt.
Vom Spielgestalter zum Verteidiger
Auf dem Fußballplatz war der robuste Defensivspieler nicht immer als Verteidiger aktiv. „Bis zum Ende meiner A-Jugendzeit war ich auf der ,Zehn’. In der ersten Mannschaft hatten wir da ein Überangebot. Dann wurde ich zuerst auf die Außen gezogen und dann zum Verteidiger umgeschult“, erinnert sich Corell.
Aus der Innenverteidigung des VfR ist der in Beindersheim lebende Fußballer mittlerweile nicht mehr wegzudenken. „Er hat da eine gewisse Ausstrahlung und körperliche Präsenz“, schwärmt Martin Wohlschlegel. Der Trainer könnte ihn gegen den besten Sturm der Liga gut brauchen. „Er bringt uns wieder die Stabilität da hinten, und er hilft auch den jüngeren Spielern drumherum“, lobt er seinen Schützling. Aber auch ohne Corell klappte es zuletzt beim 3:1-Erfolg gegen den BSC Oppau. Da waren es vor allem die jungen Spieler, die den Unterschied machten.
Gute Kombination aus Jung und Erfahren
Es sei die Kombination aus Jung und Erfahren im Kader, die den VfR so erfolgreich mache, glaubt Corell. Er selbst arbeite hart an sich, um weiterhin mehr als nur mithalten zu können. Drei- bis viermal pro Woche gehe er ins Fitness-Studio. „Das ist meine zweite Passion“, verrät der seit einem Jahr verheiratete Corell.