Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga: Norbert Prehn neuer Trainer des SC Bobenheim-Roxheim

Norbert Prehn hat viele Spieler seiner neuen Mannschaft bereits als Jugendliche trainiert.
Norbert Prehn hat viele Spieler seiner neuen Mannschaft bereits als Jugendliche trainiert.

Bei Fußball-Bezirksligist SC Bobenheim-Roxheim tritt Norbert Prehn die Nachfolge von Sascha Löcher an. Der 51-Jährige wird die Mannschaft bis zum Saisonende übernehmen. Viele seiner Schützlinge kennt er aus seiner Zeit als Jugendtrainer.

Die letzten Monate waren keine einfachen für den SC Bobenheim-Roxheim. Eine Niederlage reihte sich an die nächste. Nun zogen der bisherige Trainer Sascha Löcher und die Vereinsführung gemeinsam die Konsequenzen und trennten sich. Nach neun Niederlagen in Folge war das keine Überraschung mehr.

Schon am Sonntagabend führten die Verantwortlichen erste Gespräche mit Prehn. Mit dem ehemaligen Jugendtrainer, der seit 2009 im Verein ist, soll nun alles besser werden. „Wir haben jemanden gesucht, der die Mannschaft kennt“, sagt der sportliche Leiter des SC, Jürgen Wanger. Der langjährige A- und B-Jugendcoach habe nahezu jeden Spieler seines neuen Teams schon trainiert und passe daher perfekt ins Anforderungsprofil. Prehn sei zudem ein „super Typ“ und „immer ehrlich“.

Spaß soll zurückkehren

Vor allem der Spaß solle mit Prehn wieder zurückkommen, hofft Wanger. Daran habe es zuletzt gemangelt. Die Stimmung sei nicht mehr so gut gewesen. Es musste also Veränderungen geben, und die ersten wurden bereits beschlossen. So trainieren die Herren nicht mehr dreimal, sondern nur noch zweimal pro Woche. Aber auch im taktischen und spielerischen Bereich werde es Veränderungen geben.

„Ich werde die Mannschaft nicht unter taktischen Zwängen auf das Spielfeld laufen lassen. Eine Grundformation wird da sein, aber ich will die Kreativität der Spieler wieder sehen“, sagt der neue Coach. Prehns Ziel ist der Klassenerhalt, und den traut er seiner Mannschaft durchaus zu. „Bobenheim-Roxheim gehört in die Bezirksliga. Der Jugend muss man eine Perspektive bieten, und das geht nur, wenn die erste Mannschaft etwas höher spielt.“ Doch auch er weiß, dass der Abstieg droht. „Aber was haben wir denn zu verlieren?“, fragt der 51-jährige Außendienstmitarbeiter eines Sportgeräte-Herstellers. „Ich sehe das Potenzial in der Mannschaft. Die Spieler haben einen tollen Charakter.“

Das Team nach so langer Zeit ohne Erfolgserlebnis in der Liga wieder aufzurichten, das dürfte auch für den erfahrenen Trainer nicht ganz einfach werden. Doch die Vergangenheit will der in Bobenheim-Roxheim lebende Vater zweier Söhne schnell ruhen lassen. Er will nach vorne schauen.

Schlüsselspieler fehlen

Bereits am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) erwartet Prehn die wichtigste Begegnung der Saison. Dann gastiert der SC beim Tabellenvorletzten ASV Maxdorf. „Maxdorf ist ein Gegner, an dem man sich aufrichten kann“, glaubt Prehn. Doch gerade gegen den direkten Kontrahenten fehlen ihm Schlüsselspieler wie Tobias Weihe, Dennis Stockmann, Horst Döppel und Nils Becker. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Im Training hatten wir gerade mal elf Mann auf dem Platz“, beklagt Wanger.

Doch all das schreckt Prehn nicht ab. „Ich muss mit dem leben, was ich habe. Ich glaube, dass auch der eine oder andere Spieler aus der zweiten Mannschaft jetzt seine Chance sieht, um noch einmal anzugreifen.“ Doch weil es mit jungen Kickern und Spaß allein mit dem Ligaerhalt schwierig werden dürfte, befinde sich der Verein bereits in Gesprächen mit Spielern, die einen Transfer im Winter ins Auge fassen. Bis dahin sind noch neun Spiele zu absolvieren und 27 Punkte zu vergeben. Davon will der neue Coach so viele wie möglich in die Abstiegsrunde mitnehmen.

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