Frankenthal
Betreuung an Grundschulen: Rechtsanspruch soll im kommenden Schuljahr umgesetzt sein
In Frankenthal sind die gesetzlichen Vorgaben für eine ganztägige Förderung der Grundschüler schon weitgehend umgesetzt. Lediglich an der Carl-Bosch-Schule und der Grundschule in Studernheim kann eine Ausweitung des Betreuungsangebotes bis 15 Uhr kurzfristig nicht umgesetzt werden.
Auf Anfrage der FWG-Fraktion machte Beigeordneter Bernd Leidig (SPD) im Schulträgerausschuss deutlich, dass die Stadt ab dem Schuljahr 2026/27 den Rechtsanspruch auf mindestens acht Stunden Betreuungszeit pro Woche erfüllen wolle, obwohl dieser zunächst nur für die Erstklässler bestehe. „Es sollen alle Grundschulkinder der Klassenstufen 1 bis 4 für dieses Erweiterungsangebot angemeldet werden können“, unterstrich Leidig.
Bereits im vergangenen Jahr hat die Verwaltung die Weichen gestellt, um dem gesetzlichen Auftrag nachzukommen. Als erste Maßnahme erhielten alle angemeldeten Kinder einen Betreuungsplatz, die Deckelung an verschiedenen Grundschulen wurde aufgehoben. Darüber hinaus wurde die Betreuungszeit an den Schulen, in denen ein Mensabetrieb besteht, auf 15 Uhr ausgeweitet. Dies gilt für alle Klassenstufen der Grundschulen in Eppstein-Flomersheim, Mörsch und Robert-Schuman. Davon ausgenommen sind die Ganztagsschulen.
Angebot für Erkenbertschule in Arbeit
Auch in der Lessingschule können die Kinder mittlerweile bis 15 Uhr betreut werden. Seit Januar wird ihnen in dem zur Mensa umgebauten ehemaligen Siedlerheim ein warmes Mittagessen angeboten. Spätestens zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres soll das Betreuungsangebot auch in der Erkenbertschule verlängert werden. Bis die Mensa im Schulgebäude fertiggestellt sei, werde aktuell eine Übergangslösung in den Gemeinderäumen der protestantischen Friedenskirche angestrebt, informierte Bernd Leidig.
An den beiden verbliebenen Schulen (Carl-Bosch und Studernheim) ist eine Ausweitung der Betreuungszeiten wegen des fehlenden Essensangebotes kurzfristig nicht möglich. Allerdings könnte sich für Studernheim aufgrund des Erwerbes des katholischen Pfarrheimes eine Lösung abzeichnen. Zunächst aber will die Verwaltung bei beiden Schulen den Bedarf für längere Betreuungszeiten erfragen.
Zu der von der FWG aufgeworfenen Frage nach den finanziellen Auswirkungen merkte Beigeordneter Leidig an, dass die Personalkosten von der Zahl der angemeldeten Kinder abhänge. Die Elternbeiträge seien im Schuljahr 2025/26 konstant geblieben. Für die Betreuung bis 14 Uhr fallen 24 Euro pro Monat an, das erweiterte Angebot bis 15 Uhr kostet monatlich 33 Euro. Hinzu kommen jeweils die Kosten für das Mittagessen.