Frankenthal Beruhigung für Studernheimer Weg kommt
Mit Freude nahm der Eppsteiner Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung zur Kenntnis, dass die Verkehrsberuhigung für den Studernheimer Weg jetzt doch umgesetzt werden soll – und das laut Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) noch 2017. Mit einem Betriebsbeginn des neuen Kindergartens an der Weidstraße ist laut Hebich nicht vor Mitte 2019 zu rechnen.
Der Zickzackkurs der Verwaltung in Sachen Verkehrsberuhigung im Studernheimer Weg, der Verbindung zwischen den Vororten Studernheim und Eppstein, ist um eine Wendung reicher. Erst vergangene Woche hatte Bürgermeister Andreas Schwarz (SPD) im Stadtrat gesagt, dass die Verkehrsberuhigung in diesem Jahr nicht umgesetzt werde, da keine finanziellen Mittel angemeldet worden seien. „Wir haben noch einmal intensiv nachgeschaut und gesehen, dass das Bauamt den Etat nicht ausgeschöpft hat“, so der OB im Ortsbeirat. CDU und SPD hatten Anfragen zu diesem Themenkomplex gestellt. Hebich äußerte zwar Bedenken, da inzwischen diskutiert werde, eventuell ab 2020 einen Busringverkehr über Studernheim, Eppstein und Flomersheim einzuführen. Da könnten die geplanten Verschwenkungen auf dem Studernheimer Weg, die den Verkehr auf der langen geraden Strecke abbremsen sollen, seiner Ansicht nach vielleicht hinderlich sein. Aber es sei nicht sicher, ob dieser Ringverkehr wirklich komme. Die Verschwenkungen seien von dem Planungsbüro einst so vorgestellt worden, dass problemlos landwirtschaftlicher Verkehr mit zwei Anhängern passieren könne. „Das müsste dann für einen Bus machbar sein“, meinte Markus Rittmann (SPD). Die Beiratsmitglieder sprachen sich dafür aus, die Beruhigungsmaßnahmen sofort umzusetzen. Ob die Situation für Radfahrer entschärft wird, die sich aus Studernheim kommend auf der Westseite am Fuße der Bahnüberführung in den Straßenverkehr einfädeln müssen, soll noch einmal erörtert werden. Aus rechtlicher Sicht könnte keine Fahrbahnmarkierung zur Einfädelung der Radler aufgebracht werden, so der OB. Denn die Radfahrer kommen von einem reinen Fußweg, auf dem sie auf der Brücke nur geduldet werden. Diesen als Fuß- und Radweg auszuweisen, gehe wegen dessen geringer Breite nicht. Josef Büffor (CDU) monierte, dass viele Kinder dort auf Rädern unterwegs seien. „Für die ist das Einfädeln am Fuß der Brücke sehr gefährlich. Da sollte dringend etwas getan werden.“ Markus Rittmann wollte Informationen zum Neubau des Kindergartens an der Weidstraße, da es zum Baubeginn und zur voraussichtlichen Inbetriebnahme unterschiedliche Aussagen gebe. Hebich betonte, dass die Ausschreibungsmodalitäten kompliziert seien. Frühester Baubeginn sei Mitte 2018 Es sei mit rund einem Jahr Bauzeit zu rechnen. Danach würden die Außenanlagen hergestellt, wofür noch einmal rund acht Wochen benötigt würden.