Frankenthal Baugesellschaft reagiert auf Beschwerde

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Über ungepflegte, verwilderte Gärten, die zu Wohneinheiten der Baugesellschaft in der Kantstraße gehören, ärgert sich Rolf Röder aus der Schubertstraße. Die Baugesellschaft hat laut deren Geschäftsführer Reiner Bernhardt auf die Beschwerde von Röder schnell reagiert, eine Gartenbaufirma mit der Rodung des Geländes beauftragt.

Seit mehr als 70 Jahren lebe er im Stadtteil Lauterecken, der geprägt sei durch Grundstücke mit großen Gärten. Diese seien früher immer sehr gepflegt, besonders in der Kriegs- und Nachkriegszeit für die Selbstversorgung mit Gemüse begehrt gewesen. Dies sei heute in Teilen nicht mehr so. An den Garten seines in der Schubertstraße gelegenen Hauses grenzen Parzellen des Wohnblocks Kantstraße 1 bis 3 an, der der Frankenthaler Baugesellschaft gehört. Einige der Gärten seien schon längere Zeit nicht bearbeitet worden. „Insbesondere der westlich unmittelbar an mein Grundstück angrenzende Gartenteil ist verwildert und von Unkräutern übersät“, so Röder. Diese würden natürlich in die angrenzenden Gärten eingetragen. Frühere Eingaben an die Baugesellschaft haben laut Röder keine Besserung gebracht. „Ich halte es für dringend geboten, hier eine gründliche Grundstückspflege eventuell auf Kosten der Mieter durchzuführen“, so Röder. Bei der Baugesellschaft liege nur eine schriftliche Eingabe von Röder vor, die auf Anfang Oktober datiert sei, sagt Reiner Bernhardt auf Nachfrage der RHEINPFALZ. „Auf die haben wir schnell reagiert und eine Gartenbaufirma beauftragt.“ Diese soll noch im Herbst das Grundstück roden. „Wir sind natürlich an einem guten Nachbarschaftsverhältnis interessiert“, sagt Bernhardt. Die Zeiten, in denen jeder froh war über einen Gartenanteil, hätten sich geändert, sagt Bernhardt allgemein auf die Frage, ob ein Gartengrundstück heute einen Pluspunkt bei der Vermietung von Wohnungen darstelle. Zu unterschiedlichen Auffassungen über die Art der Gartenpflege komme es durchaus auch einmal zwischen den Mietern selbst. Darüber hinaus gebe es generell durchaus verschiedene Auffassungen über Gartengestaltung. Bevor die Baugesellschaft bei begründeten Beschwerden von sich aus aktiv werde, müsse sie den Mietern die Gelegenheit geben, den Garten selbst in Ordnung zu bringen. (nt)

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