Lambsheim
Ausstellung: Schafhändler Geib und seine Nachkommen in Lambsheim
Die ehrenamtliche Pflegerin des Lambsheimer Archivs, Renate Young, hat den dritten Teil ihres Ausstellungsprojekts über bekannte Lambsheimer Familien beendet. Das Ergebnis kann jetzt im Haus der Vereine besichtigt werden. Die Schau in Wort und Bild beschäftigt sich mit der Familie Geib sowie angeheirateten Angehörigen der Familien Stumm, Gienandt, von Babo und Denis. Zeitlich umfasst die Ausstellung die Transformation von der Agrarwirtschaft zur Industriegesellschaft.
Die Geschichte der Geibs in Lambsheim beginnt nach Angaben der Archivpflegerin mit dem Schaf- und Wollhändler Heinrich Valentin Geib aus Rehborn (1743-1817), dessen geschäftliche Verbindungen zur Hochzeit mit Susanne Koob aus Lambsheim führten. „Seine überragenden Kenntnisse der französischen Sprache und sein Auftreten verschafften ihm den Posten des Bürgermeisters“, weiß Young. Er habe viel zum Schutz der Bevölkerung vor den damaligen Besatzern beigetragen.
„Der Turnvater von Lambsheim“
Sie gibt ein paar Beispiele zur Bedeutung der Nachkommen: Geibs Sohn Georg Valentin sei „der Turnvater von Lambsheim“ genannt worden, sein anderer Sohn Karl, ein Schriftsteller, sei unter Napoleon Offizier und bei dessen Krönung anwesend gewesen. Enkelin Elisabeth heiratete laut Young in die Unternehmerdynastie Stumm ein, Enkel Ferdinand war 1832 in die Demokratiebewegung rund um das Hambacher Fest involviert.
Termin
Ausstellung „Prominente Lambsheimer Familien im 18., 19. und 20. Jahrhundert, Teil 3“, am Freitag und Montag, 5. und 8. Juni, 17 bis 20 Uhr, sowie am Sonntag, 7. Juni, 15 bis 18 Uhr, im Haus der Vereine, Weisenheimer Straße 1.