Frankenthal Arnd zieht’s nach Mainz

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Der Rheinhesse kehrt damit vorerst zu seinen beruflichen Wurzeln zurück: Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz hat Arnd - von kurzen Stationen etwa in Kaiserslautern abgesehen - den bisher größten Teil seiner Laufbahn verbracht. Direkt vor seiner Frankenthaler Zeit, die Mitte Oktober 2013 begonnen hatte, war Heiko Arnd zudem Referent im rheinland-pfälzischen Innenministerium. Jetzt folgt der nächste Karriereschritt – etwas schneller als geplant. „Bei meiner Amtseinführung hier habe ich gesagt, dass ich drei bis fünf Jahre bleiben möchte“, sagt Arnd. Wichtig ist ihm deshalb: Er habe sich nicht aktiv auf die neue Stelle beworben. Unter anderem mit dem zunächst auf Mainz und Koblenz beschränkten und später auf weitere Städte ausgedehnten Pilotprojekt zum Einsatz der Bodycam dürfte sich Arnd aber an höherer Stelle einen Namen gemacht haben. Der Reiz der ihm angetragenen Aufgabe liegt auf der Hand: Die Inspektion Mainz I ist eine der großen Dienststellen im Land, gewiss auch eine der wichtigsten. In Arnds Verantwortung liegen künftig beispielsweise der reibungslose Ablauf der Spiele des Erst- und des Drittligateams von Mainz 05 und die Sicherheit großer Teile des Regierungsviertels. „Das ist definitiv mit allem, was daran hängt, eine echte Herausforderung“, sagt der Polizist. Die Region Frankenthal verlässt der 42-Jährige mit einer gewissen Wehmut: Die Stadt und die zum Dienstgebiet zählenden Orte der Verbandsgemeinden Lambsheim-Heßheim und Maxdorf und die Gemeinde Bobenheim-Roxheim seien ihm „ans Herz gewachsen“. In den knapp drei Jahren hier habe sich auch in der Inspektion einiges getan. „Wir haben das Flugzeug im Flug umgebaut“, beschreibt Heiko Arnd den tiefgreifenden Veränderungsprozess. Sieben von zehn Führungskräften seien neu in die Dienststelle gekommen. „Mit meinem Stellvertreter Thomas Jung zusammen hat das sehr gut geklappt“, betont der scheidende Inspektionsleiter. Ohne Zweifel darf Arnd für sich in Anspruch nehmen, viele neue Entwicklungen in Frankenthal und am zweiten Standort der Inspektion in Maxdorf angestoßen zu haben: die umfassende Präventionsarbeit bei Wohnungseinbrüchen, Seniorenfahrtrainings, Rundfahrten zu Unfallschwerpunkten oder auch die Nutzung neuer Medien in der Kommunikation der Polizei mit dem Bürger. Er selbst nennt neben diesen Punkten einen, der ihm persönlich besonders wichtig ist: „Wir haben immer wieder unsere Arbeit auch von außen betrachten und bewerten lassen.“ Sich für solche Dinge zu öffnen, nicht im eigenen Saft zu schmoren – das gehört zu Arnds Grundverständnis moderner Polizeiarbeit. „Dafür braucht man eine topmotivierte Mannschaft. Die hatte und habe ich hier in Frankenthal.“

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