Frankenthal Arbeiten an neuer Kita beginnen
„Für die Zufahrt werden wir die Weidstraße nutzen, für die Abfuhr des Materials die Ernst-Moritz-Arndt-Straße“, sagte am Mittwoch auf Nachfrage Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU). Das Ausbaggern des Geländes ist ein wichtiges erstes Kapitel in dem 4,3-Millionen-Euro-Projekt. Denn bis zur Eingemeindung Eppsteins nach Frankenthal war hier Hausmüll abgelagert worden. Daneben fanden sich auch Bauschutt, Ziegel, Reifen und Metall auf dem Areal. Umfangreiche Bodenerkundungen auf dem zuletzt vom Hundesportverein genutzten 3400 Quadratmeter großen Gelände hat es schon gegeben. „Dabei ist auch Asbest gefunden worden“, sagte Knöppel. Im Zusammenhang mit der Entsorgung könnten möglicherweise noch höhere Kosten auf die Stadt zukommen als erwartet; weitere Untersuchungen seien notwendig. Das erste Kapitel der Arbeiten – Abriss der alten Vereinsgebäude und Bodenaustausch – ist zurzeit mit Kosten von rund 600.000 Euro kalkuliert. Gebaut werden soll hier eine zweigeschossige Kindertagesstätte mit 1100 Quadratmetern Nutzfläche. Vorgesehen sind zum Start Plätze für 75 Kinder im Alter von drei Jahren und älter, dazu 30 Plätze für Kleinere „unter drei“. Als architektonisches Vorbild für den Neubau, in dem sechs Gruppen unterkommen sollen, dient die Kita an der Haydnstraße. Noch im Frühjahr hatte die Stadtverwaltung den Beginn der Arbeiten für August des laufenden Jahres angepeilt. In Betrieb gehen sollte die Kita nach damaligen Angaben Knöppels in einer Bürgerversammlung in Eppstein im Oktober 2019. Dieser Zeitplan geht nicht mehr auf. Zur Bearbeitung des Frankenthaler Zuschussantrags hatte die Landesregierung weitere Unterlagen angefordert. Zudem hatte die Verwaltung den Gremien eine Sparliste vorgelegt, um die ursprünglich berechneten Kosten von 4,6 Millionen Euro zu senken: Unter anderem der Verzicht auf Dachbegrünung und eine weniger aufwendige Gestaltung des Außengeländes führten zu berechneten Kostensenkungen von rund 240.000 Euro. Das Landesjugendamt habe nun am 17. September „den vorzeitigen Maßnahmebeginn genehmigt“, informierte Knöppel. Das bedeutet: Die Stadt darf mit den Arbeiten beginnen, auch wenn über ihren Zuschussantrag noch nicht endgültig entschieden ist. Mit den Tiefbauarbeiten soll an der Weidstraße nach dem aktuellen Zeitplan im November begonnen werden. Gibt es keine weiteren großen Überraschungen, könnte die neue Kita dann nach Einschätzung der Verwaltung bis Februar 2020 fertiggestellt werden.