Frankenthal Altes Ensemble mit neuem Namen

Der neue Eppschdääner Theaterverein feiert am morgigen Freitag seine erste Premiere. Zur Aufführung kommt das aus der Feder von Regisseurin Christa Bitzer stammende Lustspiel „Ein Dorf ohne Tratsch iss wie ä Supp ohne Salz“. Die Lachmuskulatur strapazierende Stunden in der Festhalle des TSV Eppstein dürften garantiert sein.
Seit Januar gibt es den Theaterverein, der sich aus altbekannten Darstellern der ehemaligen Theatertruppe des Turn- und Sportvereins zusammensetzt. „Wir wollten uns ein bisschen vom TSV absetzen“, berichtet Vorsitzender Sven Strickler. Ein Sportclub habe andere Ideen als ein Theaterverein, wobei man sich gütlich geeinigt habe und weiter die TSV-Halle als Spielstätte anmieten dürfe, so Strickler. Um alles weitere vom Bühnenbild bis hin zum Catering kümmere man sich nun selbst. Mit zwölf Gründungsmitgliedern sei man an den Start gegangen. Insgesamt 16 Mitglieder zähle der Verein derzeit, informiert Strickler. Davon spielten viele schon seit über 20 Jahren beim TSV Theater. Über kurz oder lang werden Akteure aus Altersgründen ausscheiden. „Wir wollen die Theatertruppe nicht sterben lassen, sondern sie mit Nachwuchs füllen“, so der Vereinsvorsitzende. Dabei seien auch Helfer, die nicht Theater spielen, willkommen. Ideen für den neuen Verein gebe es viele, man sei aber noch in der Findungsphase. Aktuell fiebert die Truppe dem Auftakt der Theatersaison entgegen und probt fleißig. Die Komödie „Ein Dorf ohne Tratsch iss wie ä Supp ohne Salz“, die von Vereinsregisseurin Marliese Euler ausgewählt wurde, verspricht viele Turbulenzen und Überraschungen. Als Theaterneuling steht Sarah Heinz in der Rolle einer Reporterin auf der Bühne. Christel Seitz spielt die Poststellenleiterin Heidi. Die Hauptakteurin ist eine kräftige Dorftratsche, die die Post nicht nur kontrolliert, sondern notfalls auch öffnet, wodurch sie einen genauen Überblick über das Dorfgeschehen hat. Als Heidi von der Reporterin erfährt, dass es im Dorf einen Lottogewinner gibt, läuft sie zur Höchstform auf. Zur Seite steht ihr Freundin Käthe (Christiane Heinz), die ihren Mann, Metzgermeister Kleber (Daniel Haslinger), im Auge behalten muss, damit dieser seine Diät einhält. Auch sonst tut sich einiges im Ort: Der Bürgermeister (Rolf Seitz) will einen heruntergekommenen Laden verkaufen oder vermieten. Darin sieht seine Ehefrau (Petra Harsch) ihre Chance. Sie will, dass endlich Kultur in das „Kaff“ einzieht und versucht das Lokal einem zugezogenen Künstler (Rainer Euler) als Galerie schmackhaft zu machen. Unterdessen sieht Kassenangestellter Wolfram Spar (Roger Schantz) seine Berufung darin, möglichst viele Versicherungen an den Mann beziehungsweise an die Frau zu bringen. Seine Opfer sind vor allem Briefträger Uwe (Sven Strickler) und Putzfrau Aische (Sermin Tas). Fünf Aufführungen stehen aktuell in Eppstein auf dem Programm. Drei weitere finden anschließend in Herxheim am Berg statt.