Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: VfR Frankenthal in Obersülzen offensiv harmlos

Silas Mahler (links, SVO) und Till Krämer (VfR) im Zweikampf.
Silas Mahler (links, SVO) und Till Krämer (VfR) im Zweikampf.

In der Fußball-A-Klasse kam der VfR Frankenthal beim SV Obersülzen zu einem 1:1 (1:1). Für Coach Filippo Graziano ging der Punktgewinn in der Partie bei über 30 Grad Celsius in Ordnung.

„Wir haben insgesamt leider diesmal kein gutes Spiel gemacht, sind eigentlich nie in unseren Spielrhythmus gekommen. Es gab einige Ausfälle und die 120 Minuten im Pokalspiel unter der Woche beim SC Bobenheim-Roxheim sind den Jungs vielleicht noch in den Knochen gesteckt“, sagte der Frankenthaler Coach und betonte: „Nach dem Spielverlauf muss ich mit dem einen Punkt zufrieden sein. Obersülzen hatte gute Tormöglichkeiten und hätte das Spiel auch gewinnen können.“

Vor allem offensiv hatte der VfR im Vergleich zur 0:2-Pokalniederlage unter der Woche in Bobenheim-Roxheim, als sich das Team zahlreiche Möglichkeiten erspielte, aber kein Tor machte, dieses Mal vor 70 Zuschauern auf dem Kunstrasen in Obersülzen relativ wenig anzubieten.

Aluminiumtreffer für SVO

Frankenthal war zwar spielstark. Aber auch nur bis 20 Meter vor unserem Tore. Dann waren sie in der Offensive doch eher harmlos. Wir dagegen hatten unsere großen Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden“, ärgerte sich nach Spielschluss der Obersülzer Co-Trainer Sascha Gerber über eine verpasste Chance. Die Platzherren übernahmen nach einer Viertelstunde das Kommando und erspielten sich auch sehr gute Tormöglichkeiten. Nach einem Eckball schlugen die Obersülzer dann auch zu. Die VfR-Defensive bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone geklärt. Florian Frank kam an der Frankenthaler Strafraumgrenze zum Abschluss und traf zur 1:0-Führung (19.) für die Heimmannschaft.

Kurz darauf hatte der SVO die nächste Großchance. Diesmal hatten die Frankenthaler Glück. Beim Abschluss von Oliver Ziese knallte der Ball an den Innenpfosten und von dort flog das Spielgerät zurück aufs Spielfeld (28.). Im Gegenzug gelang dem VfR der Ausgleich. Nach einem Angriff über die rechte Angriffsseite war die Obersülzer Defensive nicht im Bilde. In der Mitte erzielte Samuel Walz das 1:1 (29.). Die Platzherren steckten den Schock aber schnell weg und jubelten nur kurz darauf erneut. Nach einem Eckball hatte Sören Müsel per Kopfball getroffen. Doch Schiedsrichter Florian Schmidt hatte bei der Aktion ein Foulspiel gesehen und gab den Treffer nicht (35.).

VfR erneut im Glück

Und nur 120 Sekunden später das Gleiche: Silas Mahler traf den Ball gut und netzte zum vermeintlichen 2:1 ein. Doch erneut erkannte der Unparteiische den Treffer wegen eines vermeintlichen Foulspiels eines Obersülzers nicht an. Im zweiten Durchgang hatte der SVO zunächst weiter Oberwasser. Ziese traf erneut den Innenpfosten (55.) und kurz danach wurde der Obersülzer Spielertrainer Garlipp im Frankenthaler Strafraum zu Fall gebracht. So sah es jedenfalls aus. Unter großem Protest der Heimmannschaft verlegte Schiedsrichter Schmidt verlegte den „Tatort“ aus dem Sechzehner wieder heraus. Der folgende Freistoß brachte für den SVO nichts mehr ein (60.).

Und was machte der VfR Frankenthal? Der Titelmitfavorit versuchte zwar verzweifelt, zu torgefährlichen Aktionen zu kommen. Doch mehr als harmlose Distanzschüsse brachte das Team von Trainer Filippo Graziano nicht mehr zustande. „Wir haben nicht unseren Rhythmus gefunden, spielerisch war das eine der schlechteren Leistung meiner Mannschaft„, sagte der Frankenthaler Coach, der betonte: „Der SV Obersülzen ist aber auch eine sehr gute Mannschaft. Die ersten Saisonergebnisse täuschen ein wenig über die wahre Stärke der Mannschaft hinweg. Deshalb bin ich mit dem Punkt schon zufrieden.“

Vor allem Kapitän Jonas Weißheimer, der urlaubsbedingt fehlte, wurde in Obersülzen beim VfR doch sehr vermisst. Die Kapitänsbinde trug diesmal Yannick Busljeta. „Er ist ein zentraler Mittelfeldspieler für uns“, sagte der Coach und betonte: „Wir müssen nun am kommenden Wochenende zu Hause gegen den ESV Ludwigshafen wieder gegen einen Bezirksligaabsteiger ran, das wird erneut schwer.“

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