Frankenthal „2700 Helfer sind bei Putzaktion dabei“

Die Schulanfänger aus der Kindertagesstätte Mörsch reinigten mit ihren Erzieherinnen Christina Braun und Martina Kutscher (recht
Die Schulanfänger aus der Kindertagesstätte Mörsch reinigten mit ihren Erzieherinnen Christina Braun und Martina Kutscher (rechts) einen Spielplatz im Bensheimer Ring.

m Montag ist die zweiwöchige Putzaktion „Sauberhaftes Frankenthal“ angelaufen. Auf welche Resonanz der Aufruf des Eigen- und Wirtschaftsbetriebes (EWF) gestoßen ist und wie es um das Umweltbewusstsein der Bürger bestellt ist, wollten wir gestern vom Beigeordneten Bernd Knöppel (CDU) wissen.

AHerr Knöppel, im vergangenen Jahr waren 2550 fleißige Helfer im Einsatz. Wie sieht es diesmal aus? Wir haben eine Steigerung, über die wir uns natürlich außerordentlich freuen. Aktuell sind es 2700 Teilnehmer. Weitere Anmeldungen von kurzfristig Entschlossenen werden selbstverständlich noch entgegengenommen. Welche Gruppierungen sind am stärksten vertreten? Allein 82 Klassen aus 16 Schulen beteiligen sich. Hinzu kommen 21 Kindertagesstätten, wobei zu erwähnen ist, dass zwei Einrichtungen aus Bobenheim-Roxheim mitmachen. Darüber hinaus nimmt die Michael-Sattler-Schule der Mennoniten-Brüdergemeinde Heßheim teil. Außerdem haben sich 20 Vereine und mehrere Privatpersonen, die sich zu Zweier- oder Dreiergruppen zusammenschließen, gemeldet. Wo liegen die Haupteinsatzgebiete der Putzkolonnen? Gereinigt werden in erster Linie die städtischen Grünanlagen von Unrat, Glasflaschen und Abfällen. Die Teilnehmer können wählen, wo sie den Müll einsammeln wollen. Arbeitshandschuhe, Warnwesten und Abfallsäcke werden gestellt. Die Mitarbeiter des EWF koordinieren die Einsätze und holen die vollen Säcke nach der Sammelaktion ab. Werden auch in der Gemarkung illegale Müllablagerungen aufgespürt? Immer wieder stoßen die Teilnehmer der Aktion in der freien Landschaft auf sperrige Gegenstände wie Reifen oder alte Fernseher – ein Problem, das uns sehr besorgt. So lässt sich auch erklären, dass die Menge der eingesammelten Abfälle von 1200 Kilogramm im Jahre 2016 auf 2200 Kilogramm im vergangenen Jahr gestiegen ist. Was soll aus Ihrer Sicht mit der Aktion bewirkt werden? Wir wollen sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen dazu sensibilisieren, den Müll nicht einfach achtlos wegzuwerfen, sondern ihn fachgerecht zu entsorgen. Wenn heute Kinder ihre Eltern darauf aufmerksam machen, für die Abfälle den Papierkorb zu benutzen, zeigt dies, dass das Umweltbewusstsein bei der jungen Generation schon gewachsen ist. Mit unserer Aktion „Sauberhaftes Frankenthal“ erreichen wir mit Schulen und Kindergärten die richtigen und wichtigen Zielgruppen. Persönliche Frage zum Schluss: Halten Sie Frankenthal für eine saubere Stadt? Wir stehen vor großen Herausforderungen, weil wir beobachten, dass immer noch zuviel Müll weggeworfen wird. Wir müssen daher über verschiedene Maßnahmen nachdenken, um diese Situation zu verbessern. In Planung ist beispielsweise eine Anti-Wegwerf-Kampagne. In puncto Sauberkeit geht also noch etwas in Frankenthal. Wir haben noch Luft nach oben. KONTAKT Anmeldung beim Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF), Ackerstraße 24, per E-Mail an ewf-service@frankenthal.de und telefonisch bei Melanie Sejdija, Telefon 06233 89-238, und Monika Kraft, Telefon 06233 89-570. | Interview: Alois Ecker

x