Donnersbergkreis Zur Sache: Endoprothesen

Eine Endoprothese ist ein Gelenk- oder Gefäßersatz, der dem Menschen bei einer Operation implantiert wird. Der Begriff ist abgeleitet aus den griechischen Wörtern „endo“ für innen und „prothesis“ für Ersatz. „anstelle von“. Am häufigsten werden Hüft- und Kniegelenke ersetzt, weil sie durch Arthrose oder einen Unfall zerstört wurden. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Skandalen bei der Prothesenversorgung gekommen, weil zum Teil von wenig erfahrenen Ärzten minderwertige Materialien implantiert worden waren. Aus diesem Grund initiierte die Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie die Zertifizierung für Kliniken (mit Endocert), Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) und den Implantatpass, um eine höhere Sicherheit für Patienten zu gewährleisten. Bundesweit gibt es derzeit 501 zertifizierte Kliniken. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie Ende Oktober 2015 hieße es, dass dank Endocert die Infektionsraten sinken und die Haltbarkeit der Implantate deutlich gesteigert worden sei. Dieser hohe Qualitätsstandard und die detaillierte Erfassung der Implantate im EPRD seien weltweit einzigartig. Die Zahl der Gelenkinfektionen bei Hüftgelenkoperationen sei gegenüber 2011 von 2,25 Prozent auf unter ein Prozent gesunken, heißt es von Seiten des Berufsverbandes. Bei Knie-Prothesen habe sich die Infektionsrate von 1,5 Prozent auf etwa 0,8 Prozent reduziert. (jgl) Im Internet Unter www.endocert.de sind die zertifizierten deutschen Kliniken aufgelistet.