Fussball
Zellertaler Neuzugänge arbeiten am Saisonziel Aufstieg
Drei Spiele, neun Punkte, 22:3 Tore: Großen Anteil an dieser guten Bilanz der TSG Zellertal haben auch die Neuzugänge. Allein Alexander Kinsvater steuerte bisher elf Treffer bei. Dass eben jener Kinsvater, der jahrelang das Gesicht von RWO Alzey war, ins Zellertal wechselte, verwunderte einige. In Summe kickte der mittlerweile 38-Jährige 25 Jahre für seinen Heimatverein, die vergangenen fünf Jahre allerdings in der zweiten Mannschaft. Für Kinsvater selbst war der Schritt dagegen logisch: „Ich wohne mittlerweile seit fünf Jahren in Albisheim und bin immer zum Training gependelt.“ Hinzu kam, dass auch sein Sohn anfing, zu kicken: „Der Trainer meines Sohnes ist Patrick Griebe, der ebenfalls in Albisheim wohnt. Irgendwann hat er gefragt, ob ich nicht Lust hätte, zur TSG Zellertal zu wechseln.“
Kinsvater sah im Anschluss die Partie der TSG gegen Stetten und fasste kurzerhand den Entschluss: „Das sind gute Jungs, ich glaube das passt.“ Er fühle sich wohl, sowohl innerhalb der jungen Mannschaft, als auch im Spielsystem seines neuen Coaches Roland Eifler. Das offensiv ausgerichtete 4-2-3-1-System, das Eifler bevorzugt, kennt der Vollblutstürmer noch aus den vergangenen Spielzeiten. Der 38-Jährige will die bisher positiven Ergebnisse nicht überbewerten: „Die beiden letzten Gegner waren nicht so stark. Mit Bolanden, Alsenborn II, Appeltal und vor allem Münchweiler/Alsenbrück-Langmeil bekommen wir es in den nächsten Wochen mit wirklich ernstzunehmenden Kontrahenten zu tun.“ Das wichtigste für ihn sei es, immer alles zu geben. Mit vollem Einsatz zu spielen und läuferisch viel zu investieren – „dann kommen die Tore von allein“. Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „Manchmal werde ich auch einfach angeschossen.“
Jungtrainer nach der Pause mit Comeback
Auch ein zweiter Neuzugang macht bislang einen hervorragenden Eindruck: Der 20-jährige Jonas Höschle spielt bevorzugt auf den Flügeln, kann aber auch als Außenverteidiger eingesetzt werden. Zuletzt übertrumpfte er gar Altmeister Kinsvaters drei Tore und traf vier Mal. In der Jugend für die TSG und später für den SV Horchheim am Ball, legte Höschle eine Fußballpause ein. Früh interessierte er sich für den Trainerjob. Zuerst beim TuS Bolanden, anschließend in Horchheim, gab der Inhaber der B-Lizenz sein Wissen an Jugendspieler weiter. Dann kam das Comeback auf dem Rasen: „In erster Linie hatte ich wieder Lust. Dadurch, dass ich in Horchheim keine Mannschaft mehr trainiert habe, außerdem auch noch Zeit“, erzählt der Allrounder.
Ganz ohne Trainer-Tätigkeit geht es für den Studenten allerdings auch nicht: seit Mitte des Jahres ist am DFB-Stützpunkt in Göllheim tätig. Trainer Eifler, der vor der Saison als Ziel den Aufstieg ausgegeben hat, ist mit den Neuen zufrieden: „Beide Spieler passen menschlich super zu uns. Außerdem haben sie eine hervorragende Einstellung und sind zudem torgefährlich. Ich bin froh, dass sie bei uns sind.“
Die Spiele im Überblick
B-Klasse KL-DOB Nord: SG Appeltal – TSG Albisheim (Nichtantritt Gast), SG Finkenbach II – TuS Dannenfels (Sa, 16 Uhr), SV Otterberg II – SG Niederkirchen II (So, 13), ASV Winnweiler II – SSV Dreisen (So, 13.15), SV Alsenborn II – TuS Stetten, TuS Bolanden – TSG Zellertal, SV Imsbach – SG Münchweiler/ Alsenbrück-Langmeil (alle So, 15)
C-Klasse KL-DOB Nord: Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg III - Gundersweiler II 2:2, Appeltal II - Dielkirchen (Nichtantritt Gast), Rockenhausen/Dörnbach II - Zellertal II (Fr, nach Red.), Sippersfeld II - Kerzenheim (Sa, 14), Mehlingen-Baalborn II - Marnheim (Sa, 15.15), Ilbesheim - Stetten/Gauersheim II (Sa, 16), Bolanden/Dannenfels II - Münchweiler/Alsenbrück-Langmeil II (So, 13.15).