Fussball
Winnweilers Pokalreise endet erwartungsgemäß
Der mit Getränkewagen, ausreichend Parkplätzen und Ordnern bestens vorbereitete ASV bekam im Vorfeld die Information, gewaltbereite Jugendliche aus Worms könnten womöglich für Unruhe sorgen. Das entsprechende Polizeiaufgebot am Rauhen Weg war präsent, musste aber nicht zum Einsatz kommen. Etwa 30 Wormatia-Fans reisten mit in die Nordpfalz, blieben aber sogar bei den Toren ihrer Elf geräuschlos. Lediglich ein kleiner Junge machte optisch mit Banner und rot-weißer Fahne auf sich aufmerksam.
Schneider verzichtet auf seinen Einsatz
Neben dem am Oberschenkel lädierten Abwehrchef Christoph Scharfenberger verzichtete auch Spielertrainer Waldemar Schneider auf sein Mittun. Er gebe lieber noch einem weiteren jungen Akteur die Chance, sich in einer solchen Partie zu zeigen, erklärte er. Vor Winnweilers Torhüter Luca Krehbiel versuchte der ASV mit einer Fünfer- und davor einer Viererkette den Raum für die technisch versierten Gäste so eng wie möglich zu machen. Das sah ordentlich aus. Viele hochkarätige Möglichkeiten erspielte sich der VfR in Durchgang eins aus ihrem Ballbesitz nicht. Ihr bester Mann, Kapitän Lennart Grimmer, dessen Schienbeinschoner längenmäßig auf das Minimalste beschränkt waren, wurde in der Jugend der TSG Hoffenheim ausgebildet. Er traf per Doppelpack (4., 38.) zur 2:0-Halbzeitführung.
„Da haben wir sehr gut dagegengehalten und wenig zugelassen. Schade um die zwei Gegentreffer“, lobte der lädierte Scharfenberger von draußen seine Mitspieler für die ersten 45 Minuten. Potenzielle Entlastungsangriffe der Hausherren verpufften allerdings wirkungslos. Torjäger Lewin Heimsoeth und Stürmer-Kollege Ricki Schander waren in der ein oder anderen Situation die Nervosität anzumerken.
Chance um Chance in Halbzeit zwei
Nach dem Seitenwechsel legte der abstiegsbedrohte Regionalligist eine Schippe drauf und sorgte für klare Verhältnisse. Ex-FCK Profi Anil Gözütok (48.), Offensiv-Kollege Melvyn Lorenzen (56.), Außenverteidiger Jannis Reuss (64.), sowie die eingewechselten Alexander Shehada (80.) und Felix Hache (85.) schraubten das Endergebnis auf 7:0 in die Höhe.
ASV-Torhüter Luca Krehbiehl hatte im Minutentakt zu tun. Zahlreiche Kinder und Jugendspieler des ASV Winnweiler nahmen den Block neben dem Tor ein, unterstützten ihr Team gegen den überlegenen Gegner. „Irgendwann konnten wir das Tempo natürlich nicht mehr halten. So kam Worms zu immer mehr Chancen. Unter dem Strich war das aber alles okay“, sagte Scharfenberger. Chef Schneider meinte, „dass die Jungs richtig Spaß am Spiel hatten. Das war das Wichtigste. Insgesamt haben sie das gut gemacht.“ Die für einen A-Klassisten lange Verbandspokalreise bis in Runde fünf ist für Winnweiler nun zu Ende. Die nächste Aufgabe, das Kerwespiel und Lokalderby am Samstag, 16 Uhr, gegen Verfolger SV Gundersweiler steht schon bevor. Die Vorfreude ist beim aktuellen Klassenprimus groß.
So spielten sie
ASV Winnweiler: Krehbiehl - Pfannenstein, Steigerwaldt, Hühn, Sevinc, Lauro Mayer - Böcher, Maurice Mayer, Heimsoeth, Schander - Savic (58. Becker)
VfR Wormatia Worms: Pedretti – Reuss, Mvoto (46. Ihrig), Ferjani – Grimmer (60. Marx), Münn, Torres (46. Hache), Henrique – Gözütok, Lorenzen (64. Shehada), Arcanjo Köhler (46. Chkifa)
Tore: 0:1 Grimmer (4)., 0:2 Grimmer (38.), 0:3 Gözütok (48.), 0:4 Lorenzen (56.), 0:5 Reuss (64.), 0:6 Shehada (80.), 0:7 Hache (85.) - Beste Spieler: Hühn - Grimmer, Gözütok - Zuschauer: 350 - Schiedsrichter: Schulze (Hüffler).