Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Winnweiler: Vorarbeiten für den Bau der neuen Kita sind gemacht

So sieht es derzeit auf dem Kindergarten-Gelände aus.
So sieht es derzeit auf dem Kindergarten-Gelände aus. Foto: Loeffel

Wie der Stand der Dinge beim Neubau des Kindergartens in Winnweiler sei, hatten die Grünen im Verbandsgemeinderat wissen wollen. Bürgermeister Rudolf Jacob antwortete in der jüngsten Ratssitzung in Form einer Präsentation.

Jacob gab zunächst einen Überblick über den zeitlichen Verlauf der Planung, die mit einer Grundsatzentscheidung im Verbandsgemeinderat im Oktober 2017 in Gang gekommen war. Damals gab es einen Bedarf für 30 neue Plätze im Einzugsbereich der Ortsgemeinde, und so entschied sich der VG-Rat für eine zweigruppige Kita. Ein Jahr später wurde der Plan dann aber auf drei Gruppen erweitert, weil, wie es dann hieß, abzusehen sei, dass es bei dem Platzbedarf nicht bleiben werde und man einen Puffer für später einkalkulieren wolle. Man nahm dafür sogar den Nachteil in Kauf, dass das Land nur zwei Gruppen bezuschussen würde. Von einem zunächst ins Auge gefassten Bauplatz gegenüber dem ASV-Sportplatz rückte der Rat wieder ab, als ein Grundstück mitten im Ort in der Jakobstraße 46 angeboten wurde. Der Zuschussantrag an das Land wurde im März dieses Jahres gestellt, der Bauantrag dann im August eingereicht.

Das Grundstück ist insgesamt ein Hektar groß, davon sind 3677 Quadratmeter zwischen Jakobstraße und Lohnsbach erschlossen, 6590 Quadratmeter bestehen aus Grünfläche hinter dem Bach.

Insgesamt rund 3,2 Millionen Euro sind für den Bau der Kindertagesstätte veranschlagt

Die Gesamtkosten für das Grundstück betragen 422.423 Euro. Den größten Einzelposten stellt hier mit 280.000 Euro der Grundstückskauf dar (plus 16.500 Euro an Nebenkosten wie Notargebühren und Grundbucheintrag) – der Rest fiel an, weil das Grundstück baureif gemacht werden musste. So hat beispielsweise der Abbruch der vorhandenen Bebauung 72.908 Euro gekostet, die Entsorgung von Müll, Sperrmüll und Öltanks 32.280 Euro und Rodungsarbeiten 8393 Euro. Laut Jacob hätte übrigens das Grundstück am Sportplatz – ohne Grünland – mindestens 588.000 Euro gekostet. Für die eigentlichen Baukosten sind insgesamt 2.786.119 Euro brutto veranschlagt. Größter Einzelposten hier ist das Gebäude selbst mit 1.323.120 Euro. Die Nebenkosten betragen 527.224 Euro, für die technischen Anlagen wird mit 484.430 Euro kalkuliert, für die Außenanlagen sind 310.918 Euro angesetzt.

Aus all diesen Zahlen ergibt sich ein zu finanzierender Gesamtbetrag in Höhe von 3.208.542 Euro. Als Zuschüsse kommen 300.000 Euro vom Land, 50.000 Euro vom Kreis, und es gibt einen Tilgungszuschuss von der KFW in Höhe von 96.515 Euro. Somit bleiben 2.733.542 Euro, die die VG selbst finanzieren muss. Dafür werden zwei Kredite (über 1.930.300 und 517.800 Euro) bei der KFW aufgenommen, der Rest von rund 250.000 Euro wird über normale Kreditmarktmittel finanziert.

Ein detaillierter Zeitplan liegt laut Jacob noch nicht vor, da er abhängig vom Eingang der Baugenehmigung ist. Er rechne Ende Oktober oder Anfang November mit der Genehmigung. Danach werde mit den Ausschreibungen begonnen. Das erste Gewerk werde der Rohbau sein.

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