Donnersbergkreis
Winnweiler: Neues Konzept für Johannis- und Oktobermarkt
Eine Verlegung des Umzugs auf den Johannismarkt im Juni, der Schlossplatz als zentrale (überdachte) Feierstätte: Das sind zentrale Elemente eines neuen Oktobermarkt-Konzepts, das der Winnweilerer Ortschef Rudolf Jacob dem Gemeinderat vorgestellt hat. Der steht den Vorschlägen zur Modernisierung beider Feste positiv gegenüber. In einigen Punkten besteht aber Klärungsbedarf.
Eine der offenen Fragen betrifft die Gruppen, die bislang den Festumzug am ersten Oktober-Wochenende gestaltet haben: Sie sollen zunächst um ihre Meinung gebeten werden, ob sie mit einem Vorziehen des Spektakels, das gerade kürzlich unter der schlechten Witterung zu leiden hatte, einverstanden wären. Nicht zuletzt aus den Erfahrungen diesen Jahres schlug Jacob vor, den Marktplatz sowie die Schlossstraße künftig außen vor zu lassen und die Aktivitäten auf den Schlossplatz zu konzentrieren. Das bedeute, dass dort für den Oktobermarkt ein größeres Festzelt aufgebaut würde, das vielleicht 400 oder 500 Besuchern Platz böte. Hier sollten dann zentral alle Veranstaltungen stattfinden, lokale Anbieter könnten die Gäste bewirten. Das „Schnorreszelt“, das am jüngsten Oktobermarkt aufgebaut war, habe gezeigt, dass man so von der Witterung unabhängiger agieren könne, erläuterte Jacob.
Bayrisches Fest am Samstag
Vorgesehen ist, dass der Markt am Freitag mit einem musikalischen Angebot für ein jüngeres Publikum beginnt, ein bayrisches Fest am Samstag, ein Familienprogramm am Sonntag und ein Seniorennachmittag am Montag sollen sich anschließen. „Das bedeutet, dass der Autoscooter künftig beim Oktobermarkt entfallen würde“, sagte Jacob. Im Umfeld des Festzelts sollten allerdings ein Kinderkarussell und verschiedene Schausteller-Buden erhalten bleiben.
Des Weiteren informierte er, dass die Gruppen und Vereine, die im Zelt die Bewirtung übernehmen, prozentual an den Kosten beteiligt werden sollen. Ob dies vom Gewinn oder vom Umsatz gerechnet werde, müsse der Rat noch entscheiden. Beim Johannismarkt im Juni soll der Rummelplatz wie bisher am Schlossplatz erhalten blieben. „Das bedingt natürlich auch, dass wir mit den Schaustellern sprechen und insgesamt die Kosten im Blick haben“, so Jacob, der als kommunales Budget für die beiden Veranstaltungen einen Betrag von 30.000 Euro nannte.
Umzugsmotto vorgeschlagen
Zwar stimmte der Gemeinderat dem Konzept im Grundsatz einstimmig zu, dennoch seien noch zahlreiche Details zu klären, betonten Sprecher aus verschiedenen Fraktionen. Christa Mayer (SPD) sprach sich beispielsweise für die Einbindung neuer Anbieter bei der Bewirtung aus, ihr Fraktionskollege Rudolf Franzmann regte an, auch mit den Gewerbetreibenden im Ortskern zu sprechen, um diese – sofern sie es wünschen – ins Geschehen einzubinden. Geäußert wurde auch die Idee, den Umzug künftig unter ein gemeinsames Motto zu stellen. Matthias Luft (Grüne) machte den Vorschlag, mehrere kleine Zelte zu nutzen, was allerdings eine Reihe von Ratsmitgliedern angesichts immer geringerer Helferzahlen als schwierig angesehen haben. Jacob erinnerte auch daran, dass die Logistik für beide Feste am Schlossplatz optimal vorgehalten werden kann, während eine Verteilung der Veranstaltungsorte über den gesamten Innenort Probleme bereite.