Donnersbergkreis
Winnweiler: Großer Andrang beim Brauereihoffest von Bischoff
Beim Hoffest der Privatbrauerei Bischoff nutzten die Besucher die Gunst der Stunde, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dabei erlebte nicht nur ein Nachbar des Firmengeländes Überraschendes. Auch der Bierkönig und die Braugerstenkönigin waren zugegen.
Deutlich mehr Besucher als im vergangenen Jahr lockte das Brauereihoffest der Privatbrauerei Bischoff nach Winnweiler. „Der Wettergott hatte es am Sonntag gut mit uns gemeint“, resümierte Geschäftsführer Sven Bischoff nach Schließung der Tore. Das gegenüber den Vorjahren geänderte Programm wurde von der Bevölkerung gut angenommen. „Eine Stunde länger hatten wir diesmal geöffnet“, berichtete Bischoff. Damit sei man dem Wunsch der Gäste nachgekommen.
Erstmals spielte am Vormittag der Musikverein Winnweiler zu einem geselligen Frühschoppen. „Die Blasmusik am Vormittag ist eine gute Idee“, lobte eine Besuchergruppe, die schon frühzeitig an einem der vielen Tische Platz genommen hatte. „Wir wollten nur kurz bleiben, aber dann ist es doch spät geworden“, erzählt ein Ehepaar beim Verlassen des Betriebsgeländes. Der symbolische Fassbieranstich erfolgte zur Mittagszeit durch Geschäftsführer Sven Bischoff, dem neuen Braumeister Thomas Barsuhn und Bürgermeister Rudolf Jacob von der Verbandsgemeinde Winnweiler.
Foodtrucks und Hoheiten
Dieses Brauereihoffest sei eine Bereicherung für die Region und ermögliche einen Einblick in die Abläufe einer Brauerei und das Angebot dieses regionalen Unternehmens, sagte der Kommunalpolitiker. Gut sei, dass Rundgänge durch die Betriebsgebäude angeboten werden, damit sich die Bevölkerung einen Überblick über das Bierbrauen bis hin zur Abfüllung verschaffen kann. Die Präsentation lobte auch Bierkönig Helmut I. (Helmut Obenauer) und Braugerstenkönigin Ronja I. aus Kirchheimbolanden. Sie waren an diesem Tag nicht nur Gast, sondern auch Repräsentanten der Winnweilerer Privatbrauerei. Fünf Foodtrucks füllten den Innenhof. Sie sorgten für das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste. Hinzu kamen Verkaufsstände regionaler Anbieter.
Großes Lob gab es für die erweiterte und im Garten des Gästehauses untergebrachte Craft-Beer-Lounge. Die Idee fand bereits im vergangenen Jahr so großen Anklang, weshalb eine Erweiterung dringend notwendig war, sagte Bischoff. Und so fand sich die Lounge auf einem idyllisches Plätzchen auf dem Betriebsgelände wieder, etwas Abseits vom allgemeinen Geschehen. Dort sorgte DJ Markus Möwius für unterhaltende Musik. Auf der großen Bühne zeigte die bayerische Band „Obacht“ ihr Können, die nicht nur auf regionale Texte und Melodien setzte.
Großes Interesse am Brauprozess
Groß war das Interesse Brauereialltag, wie die große Zahl von Teilnehmern beim Rundgang durch die Betriebsgebäude zeigte. Langjähriges und geschultes Personal informierte über die verschiedenen Abläufe von der Gärung bis hin zur Abfüllung. Einen Blick durften die Gäste auch in das Labor werfen, wo eine hochsensible Analysetechnik jeden Produktionsschritt überwacht. Bestaunt wurden die glitzernden zylindrokonischen Gärtanks, wo das Brauen des Gerstensafts beginnt. Die dabei gewonnene Kohlensäure wird aufgenommen und innerbetrieblich wieder verwendet. Vor dem Abfüllen wird das Bier von Trübstoffen befreit, wodurch der typisch edle Glanz entsteht.
Bis zur Abfüllung lagert das Bier in Tanks unter Druck, damit die Kohlensäure im Getränk verbleibt. Viel bestaunt wurde die Abfüllanlage, sowohl in Flaschen als auch in Fässer oder in die Riesendosen. „Wie sauber das hier alles ist“, schwärmt eine Besuchergruppe nach Verlassen der Betriebsräume. „Informativ war der Rundgang schon und vieles habe ich nicht gewusst“, bekannte ein Besucher aus dem Ort, dem die Brauerei eigentlich vor der Nase steht. Viel Lob gab es für die Mitarbeiter: Einerseits für die allgemeinverständlichen Erläuterungen bei den Führungen, andererseits für die Aufgeschlossenheit bei Fragen der Gäste. Eine Versprechung machte Geschäftsführer Sven Bischoff schon jetzt: Das Brauereihof-Fest wird es auch im kommenden Jahr am ersten Sonntag im August geben.