Donnersbergkreis
Winnweiler: Bauplätze sind begehrt
Wer in Winnweiler einen Bauplatz im Neubaugebiet „Vorderer Kohlhübel“ ergattern will, der braucht schon eine Menge Glück und muss mehrere Voraussetzungen erfüllen. In seiner jüngsten Sitzung hatte der Ortsgemeinderat festgelegt, wer überhaupt die Chance bekommen soll, eine Bauplatz zu kaufen. Hintergrund hierzu ist, dass sich für die 15 entstandenen Flächen 50 Bewerber interessieren. Außerdem sind sechs Flächen bereits vergeben. Sie wurden denjenigen zugesagt, die zuvor in diesem Bereich Gelände besessen und dies für die Erschließung des Baugebiets zur Verfügung gestellt hatten. Darüber informierte Ortsbürgermeister Rudolf Jacob (CDU) den Rat.
Nicht nur Zeit als Kriterium
„Uns liegen seit Oktober 2017 mittlerweile Bewerbungen für das Baugebiet vor“, so Jacob. Deshalb sei es unumgänglich, dass nicht alleine der zeitliche Eingang der Kaufwünsche als Kriterien genutzt werden könne. „Wir müssen auch festlegen, wen die Gemeinde dort bauen lassen will“, so der Ortsbürgermeister.
Jacob schlug vor, dass zunächst Winnweilerer Bürger sowie ehemalige Winnweilerer zum Zug kommen sollten, die ihre Häuser dann selbst bewohnen wollen. In einem zweiten Schritt sollten dann auswärtige Interessenten berücksichtigt werden, die ihr Haus auch selbst bewohnen wollen. In die dritte Interessengruppe werden Bauherren eingeordnet, sofern sie aus Winnweiler seien und die Gebäude als Anlageobjekte errichten wollten. Erst in der vierten Gruppe würden schließlich auswärtige Bauwillige für Anlageobjekte einsortiert. „Ich fühle mich als Zugezogene jetzt schon ein bisschen diskriminiert“, kommentierte Christa Mayer (SPD) die Vorgehensweise, signalisierte allerdings, dass sie zustimmen werde.
Einstimmig wurde beschlossen, die Reihenfolge so festzulegen. Die bisherigen Interessenten werden jetzt verpflichtet, Fragebögen auszufüllen, anhand derer sie einer Gruppe zugeordnet werden können. Ortsbürgermeister Jacob sagte, dass er nicht davon ausgehe, dass Bauherren zum Zug kommen könnten, die Häuser lediglich als Anlageprojekte zum Vermieten errichten wollten.