Winnweiler Wilhelm-Erb-Gymnasium: Gestörte Heizung sorgt für Kaltstart nach Ferien
Jacken, Mützen, Schals: Alles, was wärmte, haben die WEG-Schüler am ersten Tag nach den Weihnachtsferien anbehalten. Das Problem habe sich bereits am Freitag zuvor angedeutet, sagte Schulleiter Ralf Schäfer auf Anfrage der RHEINPFALZ. Da war die Schule zwar noch geschlossen, das Sekretariat aber bereits besetzt. „Frau Schott, unsere Sekretärin, hat mich angerufen und darüber informiert, dass wir aktuell elf Grad im Haus hätten.“ Daraufhin habe er die Kreisverwaltung als Schulträger kontaktiert und dort die Zusage erhalten, dass eine Firma nach der Heizung sehe.
Dies sei bereits übers Wochenende auch geschehen, teilte Kreis-Pressesprecher Lutz Schowalter auf Anfrage mit. Dabei habe sich herausgestellt, dass sich die Systemzeit der Anlage aus unbekanntem Grund verstellt hatte und diese deshalb noch auf Ferienbetrieb stand. „Dazu kam noch eine Störung, welche die Heizkreispumpen ausgeschaltet hatte“, so Schowalter weiter. Am Montag habe der WEG-Hausmeister die Pumpen in telefonischer Zusammenarbeit mit dem Hersteller neu gestartet und die Heizung auf manuelle Steuerung umgestellt.
13 Grad am Vormittag
Tatsächlich habe die Anlage schon am Montag wieder funktioniert, so Schäfer. Aber bis die Wärme überall in dem Gebäudekomplex ankomme, dauere es halt seine Zeit. Der jüngste Temperatursturz habe sein Übriges getan. „Bei plus zehn Grad draußen ist das ja alles kein Thema. Aber jetzt waren die Gemäuer richtig eisig.“ Wie eine Lehrerin der RHEINPFALZ per E-Mail mitgeteilt hat, betrug die Innentemperatur am Montag um 11.20 Uhr gerade mal 13 Grad. „Früher am Morgen war es vermutlich noch kälter.“ Folglich hätten im Unterricht alle Anwesenden ihre Mäntel anbehalten.
Ähnliches berichtet Schäfer: „Am Nachmittag hatte ich den 13er Leistungskurs in Bio, es war die letzte Stunde vorm schriftlichen Abitur. Die hatten dann alle ihre Kappen auf.“ Immerhin sei die Temperatur bis zu diesem Zeitpunkt auf fast 15 Grad geklettert. Insgesamt hätten die Schülerinnen und Schüler die misslichen Umstände zwar mit ein wenig Gemurre, aber doch tapfer ertragen. „Eigentlich hätten ich aus Fürsorgepflicht den Unterricht ausfallen lassen müssen. Aber am ersten Tag nach den Ferien und mit Blick auf das bevorstehende Abi wäre das dann doch schwierig gewesen“, so der Schulleiter.
Abitur nicht gefährdet
Apropos Abitur: Die am Mittwoch mit dem Fach Deutsch beginnenden Klausuren sind nicht gefährdet. Am Dienstag war laut Schowalter eine Fachfirma vor Ort und hat die Mängel beseitigt. Nun laufe die Heizung wieder auf Automatik, gegen Mittag herrschten am WEG Temperaturen von 19, 20 Grad. „Bis Mittwoch ist alles normal“, betonte Schäfer. Bleibt nur zu hoffen, dass die Prüflinge dann nicht in anderer Hinsicht kalt erwischt werden ...