Kriegsfeld
Wiederinbetriebnahme North Point: Ministerium prüft
Explodierende Kosten und keinerlei verfügbare Kapazitäten in der Baubranche? Während vielerorts Bauprojekte aufgeschoben oder gleich ad acta gelegt werden, hält die Bundeswehr an ihren Plänen für die Wiederinbetriebnahme des Munitionsdepots Kriegsfeld in vollem Umfang fest. Alle Baumaßnahmen sollen wie geplant erfolgen.
Bundeswehr will auf Ortsgemeinde zugehen
Derzeit laufen Abstimmungen „auf ministerieller Ebene“, wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr auf RHEINPFALZ-Nachfrage mitteilte. Sowohl der Projektumfang als auch der Zeitplan würden dabei geprüft. Zuletzt war von Investitionen in Höhe von rund 70 Millionen Euro die Rede, im Jahr 2024 soll Baubeginn sein. Die Investitionssumme werde „im Rahmen der nächsten Planungsschritte aktualisiert“, kündigte die Sprecherin an. Sobald eine Entscheidung über die nächsten Schritte vorliegt, „wird umgehend der Bürgermeister der Ortsgemeinde Kriegsfeld über den Planungsstand unterrichtet“, sagte die Sprecherin. Ortsbürgermeister Albert Ziegler hatte sich schon vor Jahresfrist beklagt, dass die Kommunikation von Seiten der Bundeswehr nur sehr sporadisch erfolge.
Zum 1. April 2026, so lautet der aktuelle Plan, will die Bundeswehr das Munitionslager North Point wieder in Dienst stellen. Der ursprünglich für 2022 vorgesehene Baubeginn war Anfang des Jahres auf 2024 verschoben worden – wegen der noch fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung.
Auf dem in den 1950er Jahren vom amerikanischen Militär angelegten Gelände mit seinen 155 Bunkern, das von 1995 bis 2010 schon einmal der Bundeswehr diente, sollen unter anderem ein Büro- und Unterkunftsgebäude sowie verschiedene Werk- und Abstellhallen gebaut werden. Die Zaunanlage muss erneuert, nicht mehr benötigte Bauwerke müssen zurückgebaut, die Munitionslagerhäuser und das Munitionsarbeitshaus müssen saniert werden. 84 Dienstposten sollen entstehen, sieben militärische und 77 zivile.