Fußball
Wenn nicht jetzt, wann dann? Kellerduell beim TuS Steinbach
Mit gerade einmal drei Punkten ziert der TuS Steinbach derzeit nur den letzten Tabellenrang in der Verbandsliga. Nun kommt mit dem VfB Bodenheim am Sonntag, 14.30 Uhr, der Ligavorletzte nach Steinbach. Ein Sieg ist für das Team von Spielertrainer Daniel Ghoul eigentlich Pflicht.
„Wir nehmen uns immer vor, drei Punkte zu holen. Das wollten wir auch in der vergangenen Woche bei Eintracht Bad Kreuznach. Aber momentan ist es einfach verdammt schwer für uns, in dieser Liga überhaupt einmal Punkte einzufahren“, dämpft Ghoul die Erwartungen vor dem Kellerduell. „Vor allem, weil wir derzeit mehr verletzte als gesunde Spieler in unserem Aufgebot haben“, sagt der Trainer.
Auch Nils Frey fällt vorerst aus
Zu den vielen Langzeitverletzten wie der spielende Co-Trainer Patrick Wolf oder die beiden Krautschneider-Brüder haben sich nun noch weitere Leistungsträger im Team gesellt. Offensivspieler Florian Bicking verletzte sich bei der letztwöchigen 1:4-Niederlage in Bad Kreuznach. Die Diagnose: Der Sommerneuzugang zog sich einen doppelten Handbruch zu. Für Bicking gibt es somit erst einmal eine längere Pause.
Dazu kam noch die Hiobsbotschaft, dass sich Nils Frey, der eine Alternative für die Offensive ist, einen Muskelfaserriss zugezogen hat und laut Coach Ghoul wohl in der Hinrunde nicht mehr spielen kann. Und dann musste der offensive Mittelfeldakteur Cedric Fischer auch noch unter der Woche das Training abbrechen. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Aber Fischer scheint für Sonntag auf jeden Fall fraglich. „Das Verletzungspech reißt halt nicht ab, diese Ausfälle in dieser Liga zu kompensieren, ist eben verdammt schwer“, sagt Ghoul.
Lange Negativserie auch beim VfB Bodenheim
Der VfB Bodenheim hat nach einem ganz guten Saisonstart seinen letzten Sieg am 23. August gefeiert. Danach blieben die Rheinhessen neun Spiele lang ohne Dreier. Zuletzt verlor der VfB zu Hause gegen den FK Pirmasens II mit 2:3. In der Tabelle liegen die Bodenheimer somit nur auf dem vorletzten Rang. Der Vorsprung auf die Steinbacher beträgt aber schon sechs Punkte.
Für den TuS ist es aber nun die Gelegenheit, Anschluss zu finden. Bei einer weiteren Niederlage würden die Donnersberger wohl schon mit dem Rücken zur Wand stehen. Aktuell ist der Abstand des TuS auf den voraussichtlich ersten Nichtabstiegsrang, den der TuS Marienborn mit zehn Punkten belegt, noch erträglich. Bei einem weiteren Negativerlebnis könnte er aber wachsen.
Die nächsten drei Wochen sind richtungsweisend
„Wir wollen versuchen, wieder an das Maximale zu gehen und zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten“, gibt sich Ghoul sehr kämpferisch. In der Hinrunde spielen die Steinbacher am 9. November noch auswärts beim FK Pirmasens II, der derzeit den zehnten Rang mit 13 Punkten belegt und eine Woche später am 16. November im ersten Rückrundenspiel zu Hause gegen den SV Morlautern, der als Drittletzter mit zehn Zählern ebenfalls noch in der Reichweite der Donnersberger liegt.
Außerdem steht noch ein Auswärtsspiel beim Titelaspiranten TuS Mechtersheim am 21. November und eine Heimpartie gegen den FC Basara Mainz an. Aber gerade die nächsten drei Wochen könnten für den TuS richtungsweisend sein.