Donnersbergkreis Wandertour oder Salinen-Spaziergang

Auch eine Idee: Mal wieder Minigolf spielen – Gelegenheit gibt’s zum Beispiel in Bad Kreuznach.
Auch eine Idee: Mal wieder Minigolf spielen – Gelegenheit gibt’s zum Beispiel in Bad Kreuznach.

Geht’s Ihnen auch so? Man kann ja von der Umstellung auf Sommerzeit halten was man will – eines empfinde ich persönlich als äußerst angenehm: Es ist auf einen Schlag abends länger hell. In unserem Job beispielsweise erhöht das deutlich die Chance, wenigstens ab und zu vor Sonnenuntergang nach Hause zu kommen. (Natürlich bekommen wir jetzt wieder aufs Brot geschmiert, dass Redakteure schließlich erst anfangen zu arbeiten, wenn andere schon müde sind – darauf weist mich gerne meine liebe Fast-Nachbarin Andrea vorne an der Straßenecke mit schelmischem Grinsen hin, wenn ich um kurz vor neun Uhr zum „Frühdienst“ in die Redaktion gehe, während sie gerade von ihrem Job im Krankenhaus heimkommt ...) Jedenfalls markiert das Umstellen der Uhr für mich im wahrsten Wortsinn eine Zeitenwende – nach der dunklen Jahreszeit geht es aufwärts: mit der Stimmung, mit der Natur, (hoffentlich) mit den Temperaturen. Und die lassen fürs Wochenende mit bis zu 18 Grad tatsächlich einen Vorgeschmack auf den Frühling erwarten. Da gibt’s nur eines: Raus an die frische Luft! So langsam kann man etwa den Grill wieder aus dem Keller holen (leider aber auch den Rasenmäher). Oder man schnürt die Wanderschuhe – ideale Gelegenheiten bieten am Samstag und Sonntag geführte Touren im Zellertal und im westlichen Kreisteil. Wie gestern berichtet, lädt der Donnersberg Touristik-Verband zu seinem offiziellen Wanderauftakt für 2019 ein. In Niefernheim starten am Samstag um 15 Uhr am Dorfplatz zwei rund dreistündige Fußmärsche, tags darauf sind der Bahnhof Rockenhausen (9.15 Uhr), der Bahnhaltepunkt Münchweiler (10 Uhr), die „Datsche“ in Gehrweiler und der Bahnhof in Winnweiler (jeweils 11 Uhr) Ausgangspunkt für Spaziergänge (weitere Infos: www.donnersberg-touristik.de unter „Aktuelles“). Vielleicht lässt sich das verbinden mit einem Besuch des Frühlingsfestes in Winnweiler, zu dem die Werbegemeinschaft für Sonntag ab 11 Uhr einlädt – parallel gibt es auf dem Schlossplatz einen „Streetfood-Markt“, der auch schon am Samstag ab 14 Uhr geöffnet hat. Wer’s lieber etwas beschaulicher mag, kann zum Beispiel einen Ausflug ins Salinental zwischen Bad Münster und Bad Kreuznach machen. An den neun Meter hohen Gradierwerken mit einer Gesamtlänge von 1,1 Kilometern kann man wunderbar entlang spazieren und die salzhaltige Luft der an den Heckenwänden herunter rieselnden Sole inhalieren. Wer von hier aus der Nahe folgt und die Fußgängerbrücke über- sowie die Autobrücke unterquert, kommt in wenigen Minuten zum Restaurant „Brauwerk“ – der dortige Biergarten bietet eine ideale Möglichkeit zum Rasten. Und rund einen Kilometer entfernt gibt es im Oranienpark eine schöne Minigolf-Anlage, auf der meine Frau und ich uns schon einige packende Familien-Duelle mit unseren Töchtern geliefert haben (bis jetzt stets mit positivem Ausgang für mich!). Apropos Minigolf: Für das beliebte Spiel mit dem kleinen Ball sind die Angebote in unserer Region rar gesät. Lässt man den Platz für die „richtigen“ Golfer auf dem Röderhof mal außen vor, gibt es meines Wissens im Donnersbergkreis nur die Anlage beim Eisenberger Waldschwimmbad (Virchowstraße 36). Eine interessante Alternative ist in Worms zu finden (Mainzer Straße 155): Pit-Pat, auch Hindernis-Billard genannt – eine Mischung aus Minigolf und Billard (www.pitpat-worms.de). Sehr gefragt ist auch in Kaiserslautern das Neon-Minigolf in der Merkurstraße – unter Schwarzlicht und in 3D. Hier wird allerdings wegen des Andrangs eine Reservierung empfohlen (www.neon-kaiserslautern.de). Bei Kaiserslautern darf natürlich an dieser Stelle nicht der Hinweis auf „meinen“ FCK fehlen: Die Jungs (bei vielen Spielern trifft dieser Begriff tatsächlich zu) von Sascha Hildmann haben letzte Woche beim 4:2-Sieg in Uerdingen richtig klasse Fußball gespielt, am Samstag (14 Uhr) gastiert Schlusslicht VfR Aalen bei den Roten Teufeln. In dieser Liga ist kein Spiel ein Selbstläufer – aber drei weitere Zähler auf dem Weg in eine bessere Zukunft scheinen möglich. Damit es auch rund um den „Betze“ mal länger hell bleibt ... | Rainer Knoll

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