Donnersbergkreis Von Taiwan in den Pfälzerwald

Wandern und Laufen in reizvoller Landschaft: 500 Teilnehmer waren am Sonntag beim Hinkelstein-Wandermarathon unterwegs.
Wandern und Laufen in reizvoller Landschaft: 500 Teilnehmer waren am Sonntag beim Hinkelstein-Wandermarathon unterwegs.

Nach nur vier Veranstaltungen ist der Hinkelstein-Wandermarathon an seiner Leistungsgrenze angelangt: Bereits eine Woche vor dem Lauf am Sonntag musste die Anmeldeliste mit 500 Teilnehmern geschlossen werden. Die Strecke lockte nicht nur Läufer aus der näheren Region an – sogar ein Taiwaner hatte sich angemeldet.

„Mehr ist nicht zu schaffen“, begründete Carola Ibrom vom Touristikbüro der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg die Entscheidung, die Anmeldeliste eine Woche vor dem Termin zu schließen. Ausrichter des Wanderangebotes sind die Verbandsgemeinden Otterbach-Otterberg, Winnweiler und Enkenbach-Alsenborn. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Strecke geändert, sie wurde der neuen Strecke des Hinkelstein-Wanderweges angepasst. Auch in diesem Jahr wurde die Marathonstrecke über 41 Kilometer und die Halbmarathonstrecke über 21,3 Kilometer angeboten. „Schnell hat sich diese Veranstaltung weit über die Landesgrenze hinaus herumgesprochen, mit bedingt wegen ihrer schönen Wege in einer reizvollen Landschaft“, betonte Ibrom. Für diesen Sonntag war zudem optimales Wanderwetter angesagt. Harald Westrich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, schickte die Teilnehmer an der Stadthalle in Otterberg auf die Strecke. Darunter waren 70 Frauen und Männer von Günther Bergs Lauf-Training. Für diese Gruppe war es der Abschluss einer dreitägigen Veranstaltung, bei der die Teilnehmer 150 Kilometer zurückgelegt haben. Nach 3:50 Stunden erreicht Petru Muntenasu aus Schwaigern bei Heilbronn das Ziel in der Wallonenstadt. Mit dem Tagessieg holte er sich auch den Gewinn aus den Wettbewerben der drei Tage. „Es war eine schöne Strecke, die locker zu durchlaufen war“, bilanzierte er. 13 Minuten betrug sein Vorsprung zu seinem ärgsten Konkurrenten, dem Finnen Harri Laaksonen. Dieser zog in der ersten Phase kräftig an, an seine Fersen hängte sich Petru Muntenasu. Etwa zur Hälfte setzte sich der spätere Sieger von dem Mitfavoriten ab und lief seelenruhig ins Ziel. Vor der Stadthalle wartete er auf seine Lebensgefährtin Hella Schmidt. Die 32-jährige Projektmanagerin war eine von 22 Frauen, welche die Herausforderung über 41 Kilometer angenommen hatten. Deutlich war ihr Vorsprung von über 20 Minuten. Das Paar hatte sich vor drei Jahren beim Hinkelstein-Wandermarathon kennengelernt. „Tolle Wege abseits von Asphalt“, lobten viele der Teilnehmer, die unter anderem aus Bremen, dem Sauerland oder dem Rhein-Neckar-Bereich in die Pfalz gekommen waren. Überrascht hat ein Taiwaner, der sich am frühen Morgen seine Startkarte abgeholt hatte. Beruflich war er in Düsseldorf tätig und bewarb sich von dort für einen Startplatz. Seiner Bitte für die Reservierung eines Hotelzimmers waren die Verantwortlichen gerne gefolgt und so konnte er ausgeschlafen an den Start gehen. Schon einen Tag nach seinem 81. Geburtstag machte sich zudem ein Senior aus Alzey auf die Strecke über 21 Kilometer. Belohnt wurden die Wanderer mit Urkunden und einer Umhängetasche. Eine zeitliche Wertung gab es nur für die Teilnehmer am Trail-Marathon. Diese Ehrung nahm der Landrat des Landkreises Kusel, Otto Rubly, vor. Zusammen mit seinem Amtskollegen Ralf Leßmeister des Landkreises Kaiserslautern zeigte er sich erfreut über das große Interesse und die Bedeutung, die der Hinkelstein-Wanderweg nach so kurzer Zeit bereits erfahren hat. Dank sagten sie an die vielen freiwilligen Helfer, die an den sieben Kontrollstellen bereits standen.

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