Donnersbergkreis Vielseitig und mitreißend

Der Albisheimer Chor „Los Sabados Cantados“ heizte seinem Publikum am Ende des Abends kräftig ein und animierte die Gastchöre zu
Der Albisheimer Chor »Los Sabados Cantados« heizte seinem Publikum am Ende des Abends kräftig ein und animierte die Gastchöre zum Mitsingen.

Die Gemeinschaftshalle in Albisheim platzte am Samstagabend aus allen Nähten: Zahlreiche Stühle mussten herbeigetragen werden, um jedem Besucher, der kurz vor 19.30 Uhr etwas hilflos in der Halle stand, noch einen Platz zu bieten. Kaum hatten alle einen Platz gefunden, konnten sich die vielen Zuschauer bei einem vierstündigen Konzert von sieben Chören durch Gospel, afrikanische Rhythmen und auch Popmusik tragen lassen.

Die Gastgeber „Los Sabados Cantados“ aus Albisheim wählten einen sanften Einstieg. Der Titel „Only time“ von Enya bestach durch eine melancholische, träumerische Melodie. Harmonischer Gesang, der mit der Lautstärke spielte: Gegen Ende schien das Lied durch leisere Elemente sanft auszuklingen – doch das täuschte. Auf ein Zeichen von Chorleiter Alexander Marx nahm der Gesang an Tempo und Lautstärke zu. Diese Dynamik überraschte das Publikum – und zog mit. Am Ende des Abends heizten die „Sabados“ ihrem Publikum mit „Barbara Ann“ der „Beach Boys“ ein. Der flotte Titel übertrug sich auf das ohnehin schon stimmungsgeladene Publikum. Die Gastchöre ließen sich auf ihren Sitzplätzen zum Gesang mitreißen, sodass man glaubte, sich mitten in einem riesigen, klangstarken Chor zu befinden – und das, obwohl man im Publikum saß. Klasse! Ein Talent, das Publikum zu berühren, hatten auch die Gastchöre. Die „New62“ aus Undenheim (Leitung: Florian Trottenberg) begeisterten mit einem deutschen Gospel. Das Stück namens „Come let us sing“ wurde laut Chor von einem Komponisten aus Hannover kreiert. „New62“ präsentierte sich rhythmisch, stark im Klang und gab der flotten Melodie eine gewisse Leichtigkeit. „Vocalis“ aus Sambach (Leitung: Tobias Markutzik) zeigte seine Klasse anhand der komplexen Stücke, die die Sänger sehr sauber vortrugen. „Bohemian Rhapsody“ von „Queen“ sorgte für Gänsehautmomente beim Publikum, das sich zu spontanem Zwischenapplaus hinreißen ließ. Gefühlvoll, sicher, vielseitig – einfach großartig umgesetzt. Ebenso ein Klassiker in der Musikszene ist „Nothing else matters“ von „Metallica“. Der Chor „Bellafonie“ aus Gundersheim, dirigiert von Uwe Peter, verlieh dem Stück eine zarte, gefühlvolle Note, während einer der Sänger den Chor an der Geige begleitete. Ein tiefer Einstieg der Sänger, deren Stimmen gegen Ende hin zu einem schönen Gesamtklang zusammenlaufen. Ein gutes Taktgefühl bewies der Offsteiner Chor „Singapur“ bei „Adiemus“. Die afrikanischen Rhythmen wurden sauber vorgetragen – ein tolles Zusammenspiel bei vollem Klang. Chorleiter Frank Aiglstorfer dirigierte mit vollem Körpereinsatz und stand mit dem Chor „Gospel goes Pop“ am selben Abend noch einmal auf der Bühne. Dieser Chor aus Kirchheim an der Weinstraße präsentierte gekonnt zart „Angels“ von Robbie Williams und animierte alle zum Mitsingen. Gleiches Bild beim Chor „Come to sing“ aus Vogelbach (Leitung: Wolfgang Fuhrmann). Mit „Ein Kompliment“ der „Sportfreunde Stiller“ erreichten die Sänger mit ihrem harmonischen Gesang die Zuhörer, die einen vielseitigen Abend erlebten.

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