Donnersbergkreis Vereinsförderung: Rat findet Kompromiss

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«WINNWEILER.»Einen Kompromiss hat der Ortsgemeinderat Winnweiler gefunden, um sowohl den Schützenverein als auch den Pfälzerwaldverein angemessen zu unterstützen. Beide Vereine haben größere Umbauten an ihren Vereinsgebäuden angepackt und weitgehend auch schon realisiert – was zu Problemen führte.

Beide Vereine haben einen Zuschussantrag gestellt, doch Zuschüsse kann die Gemeinde nur dann gewähren, wenn die Anträge auf Grund von Kostenschätzungen vor Baubeginn gestellt werden. Da die Schützen nachträglich um eine Zuwendung gebeten hatten und dafür bereits die Schlussabrechnungen vorlegten, die Wanderer mit der Maßnahme zumindest begonnen haben, aber noch Kostensteigerungen erwarten, war die Entscheidung für den Rat komplex. Nicht gefolgt ist das Gremium dem Wunsch von Ratsmitglied Karl Folz (FDP), der eine etwa 15-prozentige Förderung beantrag hatte, was bei den Schützen 2400 Euro, bei den Wanderern rund 1000 Euro gekostet hätte. Nur vier Ratsmitglieder folgten diesem Antrag. „Wir können nicht so handeln, als sei ein ordnungsgemäßer Zuschussantrag vor Baubeginn gestellt worden“, sagte Ortsbürgermeister Rudolf Jacob, dessen Vorschlag, beiden Vereinen zehn Prozent der Bausummen als Spende zu überlassen, einstimmig gebilligt wurde. Für die Schützen bedeutet das 1603 Euro, für die Wanderer einen Maximalbetrag von 700 Euro nach Abschluss der Maßnahme. Künftig sollen die Vereine in Winnweiler regelmäßig über die Voraussetzungen für Zuschüsse informiert werden, damit sie in den Genuss voller Zuwendungen kommen können. Jacob kündigte außerdem an, dass sich die Gemeinde nach der Kommunalwahl um eine eigene Zuschuss-Richtlinie bemühen müsse, bislang habe man sich stets am Regelwerk der VG orientiert.

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