Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Steinbach steht mit dem Rücken zur Wand

Kann derzeit beim TuS Steinbach nur von der Seitenlinie unterstützen: der verletzte Patrick Wolf.
Kann derzeit beim TuS Steinbach nur von der Seitenlinie unterstützen: der verletzte Patrick Wolf.

Verbandsligist TuS Steinbach belegt aktuell den letzten Tabellenplatz. Das liegt an einer Verletzungsserie. Trotzdem sind die Steinbacher auch selbstkritisch.

Ein Drittel der Saison ist schon vorbei. Fußball-Verbandsligist TuS Steinbach steht bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand. Nach zehn von 30 Spielen haben die Donnersberger nur zwei Punkte geholt. Die bisherige Bilanz: Zwei Unentschieden, acht Niederlagen und null Siege. Das ist ernüchternd. Doch Spielertrainer Daniel Ghoul hofft weiter, dass sein Team demnächst die Wende schaffen kann.

Möglicherweise müssen am Saisonende vier Mannschaften nach dem letzten Spieltag die Liga verlassen. Derzeit wäre Ligaschlusslicht TuS Steinbach eine von ihnen. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist aber noch überschaubar. Der Ligazwölfte, der momentan auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, hat acht Punkte. Nur sechs Zähler mehr als die Steinbacher, „Wenn wir mal eine kleine Serie starten könnten, wäre das super“, sagt der Steinbacher Coach.

Fest im Griff des Verletzungspechs

Tatsächlich hat das Verletzungspech die Donnersberger auch in dieser Saison fest im Griff. Neuzugang Armin Mujevic, der vom Ost-Landesligisten VfR Grünstadt im Sommer kam, riss sich kurz nach der Unterschrift das Kreuzband. Die beiden Brüder Lukas und Jonas Krautschneider, die in den vergangenen Jahren wichtige Konstanten im Steinbacher Kader waren, laborieren an der derselben Verletzung. Lukas Krautschneider, der eigentliche Kapitän des Teams riss sich das Kreuzband sogar zweimal in kurzer Zeit.

Dass nun auch Patrick Wolf, der spielende Co-Trainer der Steinbacher, sich einer Operation unterziehen muss, ist ein weiterer Rückschlag. Der Abwehrchef wird in diesem Jahr kein Spiel mehr machen. Schmerzlich vermisst wird auch Mittelfeldmann Felix Metzinger, der an Muskelproblemen leidet. Wann er spielbereit ist? Zweifelhaft. Und dann wäre da noch Leopold Mühlen. Der Routinier, der vom Ligakonkurrenten SV Morlauten ebenfalls im Sommer kam und ein Hoffnungsträger war, wird kein Spiel mehr für die Steinbacher machen. Grund sind Knieprobleme. Die Mediziner haben ihm offenbar die Sportinvalidität attestiert.

Hilfe kommt erst in der Winterpause

Spielertrainer Daniel Ghoul ist also nicht zu beneiden. „Wir müssen einfach versuchen, bis zur Winterpause noch so viele Punkte wie möglich einzufahren und dann schauen, dass wir den Kader in der Winterpause verstärken“, sagt der Spielertrainer. Mit der derzeitigen Truppe sind die Steinbacher aber schon konkurrenzfähig. In den vergangenen Partien schlug sich das derzeitige Ligaschlusslicht eben zumeist selbst.

Bestes Beispiel war die letztwöchige Heimniederlage gegen den SV Herxheim. Viel schlechter waren die Steinbacher nicht. Aber der TuS leistete sich individuelle Fehler, die direkt zu Toren führten. Und vorne fehlte und fehlt es eigentlich schon seit Wochen an der Effektivität.

Immer weiter

„Wir machen weiter, was sollen wir sonst tun. Jetzt geht es gegen den TuS Marienborn, da wollen und werden wir gewinnen“, sagt der Steinbacher Coach. Der TuS Marienborn belegt derzeit mit neun Punkten den zehnten Tabellenplatz. Die Rheinhessen haben sich zuletzt auch nicht mit Ruhm bekleckert.

Im Pokal verlor Marienborn im Achtelfinale gegen Landesligist VfR Grünstadt mit 2:6. Am vergangenen Wochenende verlor der TuS beim FK Pirmasens II mit 1:2. Den letzten Sieg feierte Marienborn am 7. September – ein 2:1 gegen Morlautern. „Wir wollen gut stehen und auf unsere Chancen lauern“, sagt Ghoul. „Marienborn hat sein Spiel umgestellt. Das war früher eine richtige Zockermannschaft, die immer lang gespielt hat, diesmal spielen sie wohl anders. Wenn man sich die Tabelle anschaut, sind wir Außenseiter. Wir müssen die Energie auf den Platz bringen, dann können wir was holen.“

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