Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Steinbach legt Veto gegen die Pokalniederlage ein

Cedric Fischer (rechts), hier im Duell mit Dudenhofens Luca Schlee, erzielte im Pokalspiel das frühe 1:0 für den TuS Steinbach,
Cedric Fischer (rechts), hier im Duell mit Dudenhofens Luca Schlee, erzielte im Pokalspiel das frühe 1:0 für den TuS Steinbach, der am Ende aber in Unterzahl doch klar verlor.

Beim TuS 07 Steinbach war der Ärger nach dem verlorenen Pokalspiel gegen den FV Dudenhofen groß. Der Klub will das Ergebnis nicht akzeptieren. Was war passiert?

Bei der Pokalpartie zwischen dem TuS Steinbach und dem FV Dudenhofen lief vor 124 Zuschauern die 53. Spielminute. Die Platzherren führten zu diesem Zeitpunkt mit 2:0. Nach einem Freistoß von Dudenhofen hatte der Steinbacher Keeper Milan Junghans den Ball zunächst abgefangen und wurde dabei von gegnerischen Spielern angegangen. Es gab einen Pfiff. „Wir haben alle an einen Freistoß für uns gedacht“, sagte Patrick Wolf, der spielende Co-Trainer des TuS Steinbach. Doch die Linienrichterin Lina Martin wollte den Unparteiischen sprechen. Nach kurzer Diskussion zeigte Schiedsrichter Timon Sitzenstuhl (Landau) auf den Elfmeterpunkt und dem Steinbacher Keeper die Rote Karte (54.).

Eine Entscheidung aus dem Nichts

„Die Dudenhofener waren genauso verdutzt wie wir. Die Linienrichterin hätte einen Schlag von unserem Torwart gesehen, aber da war gar nichts“, ärgerte sich Wolf und machte klar: „Danach ist das Spiel gekippt, aber wir werden Protest einlegen, so einfach geben wir das nicht her. Das ist schon ein Unding. Wir filmen unsere Spiele ja und mal schauen, was der Verband dann sagt. Da geht es sowohl um die Rote Karte als auch die Tatsache, dass diese Entscheidung aus dem Nichts das komplette Spiel gegen uns entschieden hat. Ich hätte gerne gesehen, was passiert wäre, wenn wir mit elf Akteuren auf dem Feld weitergespielt hätten.“

Traumtor durch Marvin Sprengling

Der FV Dudenhofen war mit dem 0:2-Rückstand zur Halbzeitpause noch gut bedient. Cedric Fischer (5.) hatte die Steinbacher in Führung gebracht. Kurz vor der Pause hatte Wolf für den TuS einen Foulelfmeter zum 2:0 verwandelt (38.). Und auch nach dem Seitenwechsel blieb der Verbandsligist zunächst am Drücker. Florian Bicking hatte mit einem Lattentreffer Pech (50.). Dann gab es die Rote Karte für Junghans. Marvin Sprengling verwandelte den Elfmeter zum 1:2 (58.). Mit einem Traumtor gelang Dudenhofen durch denselben Spieler – Sprengling traf mit einem Schuss genau in den Winkel - das 2:2 (75.). Die Steinbacher hatten in der Schlussphase keine Chance mehr. Dudenhofen machte Druck und entschied die Partie mit weiteren Treffern: Eric Häussler (77.), Julian Scharfenberger (79.) und Felix Heimgärtner (84.) schossen den Favoriten letztlich zu einem 5:2-Erfolg,

„Das Ergebnis sieht deutlich aus, aber der Spielverlauf war viel enger“, sagte Wolf und machte klar: „Leider ist das immer unsere Aussage nach den letzten Spielen. Wir brauchen vielleicht mal ein schlechtes Spiel, in dem wir aber dann punkten.“

TuS Steinbach empfängt die SG Hüffelsheim

In der Liga belegen die Steinbacher derzeit nur den 15. und vorletzten Tabellenrang. Bislang hat die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Ghoul erst zwei Punkte aus den bisherigen fünf Spielen geholt. Am Sonntag empfangen die Steinbacher zu Hause um 15.15 Uhr den Liganeuling SG Hüffelsheim. „Das ist ein ambitionierter Aufsteiger, der die Verbandsliga nur als Durchgangsstation sieht“, sagte Patrick Wolf. Die Hüffelsheimer belegen derzeit den fünften Rang, haben mit zehn Punkten einen ordentlichen Saisonstart hingelegt. Im Pokal gewann die SG Hüffelsheim am Mittwoch auswärts beim Landesligisten SVW Mainz mit 3:1. „Wir wollen aber die Punkte“, sagte Wolf. Unterdessen hat Noah Naji den Klub verlassen. Der Mittelfeldmann ging nach Zweibrücken.

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