Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Steinbach empfängt Kirn, Nordpfalzderby in der Bezirksliga

Viel Einsatzwille wird auch am Sonntag nötig sein, wenn die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg (in den schwarzen Trikots) auf Ro
Viel Einsatzwille wird auch am Sonntag nötig sein, wenn die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg (in den schwarzen Trikots) auf Rockenhausen/Dörnbach trifft.

Landesligist Steinbach muss gegen Kirn ran, und in der Bezirksliga lockt wieder ein Nordpfalzderby: Die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg empfängt am Sonntag, 15 Uhr, die SG Rockenhausen/Dörnbach. Auf ungewohntem Geläuf.

Bei der SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg tragen alle drei Vereine die gleiche Anzahl an Heimspielen aus, jeweils drei. An diesem Sonntag ist der VfL Mannweiler dran. Das heißt: Das Derby wird auf dem dortigen Hartplatz ausgetragen. Die Coaches haben Verständnis dafür. „18 Monate lang hat in Mannweiler kein Spiel stattgefunden, das letzte Mal rollte der Ball dort bei unserem Spiel im März 2020 gegen den TuS Steinbach“, sagt Trainer Alex Raab. „Der Verein hat absoluten Nachholbedarf, und ich finde es gut, dass dann so ein Spiel auch dort stattfindet. Die Einnahmen sind gerade für die kleineren Klub immens wichtig.“

Tim Gabelmann, Trainer der SG Rockenhausen/Dörnbach, sieht das ähnlich: „Die SG besteht aus diesen drei Klubs und muss jedem gerecht werden. Jetzt ist eben Mannweiler dran. Und dann ist es doch gut, dass Spiele, bei denen viele Zuschauer erwartet werden, bei Klubs wie Mannweiler ausgetragen werden.“

Torjäger braucht Bewachung

Das Heimteam geht als Favorit ins Derby. Die Raab-Elf hat bislang elf Punkte in sechs Spielen geholt und ist Dritter. Rockenhausen/Dörnbach bestritt bislang nur vier Partien, weil sie vor kurzem von einem Coronavirus-Ausbruch betroffen waren. Das Gabelmann-Team verlor die ersten drei Begegnungen deutlich. Doch am vergangenen Mittwoch meldete sich die SG mit einem 4:1-Auswärtserfolg bei der TSG Kaiserslautern zurück, ist aber derzeit Tabellenschlusslicht.

„Rockenhausen ist besser, als es die ersten Spiele aussagen. Sie haben viel Qualität. Wenn du ihrem Torjäger Fabian Schmitt in der Offensive den Platz gibst, dann bestraft er dich“, sagt Raab und macht klar: „Ich denke, es wird ein ganz enges Spiel. Unsere guten Ergebnisse sind zuletzt zustande gekommen, weil wir einen sehr hohen Aufwand betreiben. Ob wir das in jedem Spiel können, weiß ich nicht.“ Torwart Danny Schlemmer und Abwehrspieler Luca Boukari fallen für Sonntag verletzt aus.

Erster Saisonsieg

Bei der SG Rockenhausen/Dörnbach ist die Stimmung nach dem ersten Saisonsieg unter der Woche sehr gut. „Das war wichtig, wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagt Coach Tim Gabelmann. „Man hat gemerkt, dass die TSG Kaiserslautern doch eine Truppe mit vielen sehr jungen Spielern ist. Nun wollen wir den Schwung mit ins Derby nehmen.“ Personell musste Gabelmann gegen die TSG auf seine beiden etatmäßigen Keeper verzichten. So spielte Rayk Lehmann aus der Zweiten. „Er hat auch sehr gut gehalten“, lobte Gabelmann. Gut möglich, dass er auch in Mannweiler das Tor hüten wird. Die Routiniers Yves Scheuermann und Stefan Link werden wohl nicht dabei sein. „Scheuermann ist noch nicht richtig fit, Link ist Stand-by“, erklärt Gabelmann.

Unterdessen muss der Ligavierte SV Kirchheimbolanden am Samstag, 16 Uhr, beim FV Weilerbach ran, der unter der Woche bei der TSG Trippstadt mit 3:2 seinen ersten Sieg einfuhr. Der ASV Winnweiler spielt erst am Mittwoch, 19.30 Uhr, bei der TSG Kaiserslautern.

Steinbach tankt Kraft

Die 14-tägige Spielpause hat Fußball-Landesligist TuS Steinbach gut genutzt. „Die angeschlagenen Akteure konnten regenerieren. Wir haben Kraft getankt“, sagt Teamchef Markus Buhl-Bohlander. Der TuS, der aus den ersten fünf Spielen neun Punkte geholt hat, empfängt am Sonntag, 15.30 Uhr, den VfR Kirn. Als Tabellenvierter wären die Steinbacher nach aktuellem Stand in der Aufstiegsrunde. „Das würde uns die Planung für die nächste Spielzeit natürlich sehr erleichtern.“ Vor der Pause besiegte Steinbach zu Hause den Tabellenführer SV Rodenbach. Trainer Timothy Hanauer hofft, dass Neuzugang Lukas Krautschneider bald wieder fit ist.

„Kirn ist ein Team, das mit uns auf Augenhöhe ist. Aber wir wollen gerade zu Hause das Spiel siegreich gestalten und uns weiter oben festsetzen“, sagt Buhl-Bohlander. Die Steinbacher liegen derzeit sechs Punkte hinter dem Zweiten SG Hüffelsheim und vier Zähler hinter dem Dritten SC Idar-Oberstein II. Aber die Hanauer-Elf hat zwei Spiele weniger als die beiden vor ihr stehenden Konkurrenten absolviert. „Am 13. Oktober treffen wir auf Hüffelsheim, dann wissen wir, wo wir stehen“, sagt Buhl-Bohlander.

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