Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Straßensanierung: Auf L401 so schnell noch kein Durchkommen Richtung Alzey

Auf der L401 zwischen Morschheim und Kibo ist schon alles vorbereitet. Um den Asphalt richtig auftragen zu können, braucht es ab
Auf der L401 zwischen Morschheim und Kibo ist schon alles vorbereitet. Um den Asphalt richtig auftragen zu können, braucht es aber konstant wärmere Temperaturen.

Das wird wohl noch ein Weilchen dauern: Bis Mai sollte die L401 bei Kirchheimbolanden eigentlich fertig saniert sein. Davon aber kann keine Rede mehr sein. Für die Verzögerungen finden sich Gründe. Wie lange es nun wohl noch dauert? Da wagen die Verantwortlichen keine Prognose. Nur dazu: Wann es im Kreisel bei Borg-Warner wieder ungestört rundgeht.

Erst haben Personal und Baugerät gefehlt. Jetzt macht auch noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Denn soll die Straßendecke im aktuellen Bauabschnitt von dauerhafter Qualität sein, muss die Witterung mitspielen. So erklärt es Bernhard Koop. Der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Worms hat auf Anfrage der RHEINPFALZ über den Stand der Dinge bei einem Projekt informiert, das seit August vergangenen Jahres nicht wenige Verkehrsteilnehmer behindert. Seit dem Spätsommer läuft die Sanierung eines gut 8,5 Kilometer langen Fahrbahnabschnitts der Landesstraße 401.

Rund 3,2 Millionen Euro für 8,5 Kilometer

Zwischen dem nordöstlichen Stadtrand Kirchheimbolandens und der Abfahrt nach Freimersheim-Wahlheim wird die Straße erneuert. Rund 3,2 Millionen, so hat die Behörde kalkuliert, soll das Projekt verschlingen. Vorgesehen war, dass spätestens im Frühjahr dieses Jahres alles fertig ist. Mit dem guten Dreivierteljahr, das da veranschlagt war, haut das aber nie und nimmer mehr hin.

Die Arbeiten sind auf mehrere Bauabschnitte verteilt. Deren erster war noch flott zu erledigen. Laut LBM-Chef Knoop konnte der Bauabschnitt zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Freimersheim und der Einmündung zur Kreisstraße nach Wahlheim termingerecht fertiggestellt werden. Dann wurde umgehend Abschnitt Nummer zwei in Angriff genommen.

Baufirma fehlt’s an Leuten und Gerät

Angepackt wurde das Teilstück am anderen Ende der Ausbau-Strecke: Ab Mitte Oktober war im Kreisel Am Steinernen Berg – am Gewerbegebiet, bei Borg Warner – kein Durchkommen mehr in Richtung Morschheim beziehungsweise Alzey. Das sollte sich eigentlich inzwischen erledigt haben. Es kam aber anders.

„Leider konnten diese Arbeiten nicht wie geplant vor dem Jahreswechsel fertiggestellt werden“, bedauert Bernhard Knoop. Die Gründe lagen nach den Worten des Wormser LBM-Chefs in „fehlenden Personal- und Geräte-Kapazitäten“ beim mit der Ausführung betrauten Bauunternehmen. Weil das Stück nicht fertiggestellt wurde, müsse das „Baufeld aus Gründen der Verkehrssicherheit über die kalten Wintermonate gesperrt bleiben“, so der LBM.

Nach Februar-Start jetzt wieder Pause

Zwar seien die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt schon am 21. Februar wieder aufgenommen worden. Allerdings sei nun erneut Pause geboten – eine witterungsbedingte Unterbrechung sei unvermeidlich gewesen, erklärt Knoop. Um den Asphalt so aufzubringen, dass er auch seine Qualität entfaltet und lange hält, müssten die Temperaturen stabil bei über fünf Grad liegen. Und weil der Asphalt lagenweise eingebaut werde, dürfte es keinesfalls regnen, sonst schadet es der Straßendecke.

Wie es nun weitergeht? Das ist allein abhängig von der Witterung. Beim LBM besteht Hoffnung, das der aktuelle Bauabschnitt bis Ende dieses Monats abgeschlossen werden kann. Sobald dies passiert ist, könne die Sperrung aufgehoben werden. Will heißen, in der Kreisel-Abzweigung Richtung Morschheim werden – wenn alles glatt geht – nach einem Dreivierteljahr die Sperrschilder verschwinden. Freie Fahrt Richtung Alzey aber herrscht damit noch lange nicht.

Landesbetrieb: Kosten liegen noch im Rahmen

Es soll nämlich nahtlos weitergehen auf der L401. Dann ist zwischen der Abzweigung nach Morschheim und der Autobahn-Auffahrt kein Durchkommen mehr. Wie schon bei den ersten beiden Abschnitten sei eine Vollsperrung unumgänglich, erläutert der Landesbetrieb. Aus bautechnischen, vor allem aber aus Gründen der Verkehrs- und der Arbeitssicherheit im Baustellenbereich ließen sich die Aufgaben nur ungestört vom Fließverkehr stemmen. Halbseitige Sperrungen mit Ampelregelungen gibt es heute – zur Sicherheit der Baustellen-Kräfte – praktisch kaum mehr.

Wann das Projekt abgeschlossen werden kann, ist noch offen. Der LBM werde über Baustart, Dauer und Länge der noch ausstehenden Bauabschnitte informieren. Angaben zu möglichen Fertigstellungs-Zeitpunkten allerdings seien zurzeit nicht möglich, heißt es aus Worms. Immerhin: Die Kosten liegen laut Knoop „aktuell im Rahmen des beauftragten Bauvertrages von 3,2 Millionen Euro“.

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