Donnersbergkreis
Standortentwickler zufrieden mit „Heimat Shoppen“ im Kreis
Im Donnersbergkreis hat die Aktion „Heimat Shoppen“ nach 2021 zum zweiten Mal stattgefunden. Organisiert wurde sie hier von der Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Donnersberg, den Gewerbe- und Verkehrsvereinen und den Einzelhändlern, Dienstleistern und Gastronomen. In den teilnehmenden Geschäften in Kirchheimbolanden, Rockenhausen, Winnweiler, Albisheim und Eisenberg gab es Sonderaktionen, Rabatte und Unterhaltungsprogramme – und natürlich die Einkaufstaschen mit der Aufschrift „Ich bin Heimat Shopper“.
Die Initiative selbst kommt von der Industrie- und Handelskammer (IHK), unterstützt vom Handelsverband Mittelrhein-Rheinhessen-Pfalz. „Befragt man Konsumenten nach ihrem Kaufverhalten, gestehen sie sich meist ein, wenig darüber nachgedacht zu haben, welche Bedeutung es für eine Kommune hat, wenn nicht mehr in Geschäften vor Ort eingekauft wird“, heißt es dazu seitens der IHK.
In den Medien präsent
„Die Botschaft ist angekommen“, sagte Reiner Bauer der RHEINPFALZ im Nachgang. „Wir wollten den Menschen im Kreis ins Bewusstsein rufen, dass wir, wenn wir lokal einkaufen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder auch einkehren, gleichzeitig etwas für die Gemeinschaft tun“, so der Standortentwickler des Kreises. „Um das gebührend zu bewerben, waren wir im Vorfeld mit unserem Logo in allen Medien, nicht zuletzt auch in den sozialen, präsent.“
Die Aktion bewertet Bauer als Erfolg, gleichwohl räumt er ein, dass die Besucherzahlen etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. „Das war aber wohl eher wetterbedingt. Ausgerechnet an diesem Wochenende hat sich erstmals der Herbst gemeldet, und das hat man natürlich gemerkt.“
Als gute Maßnahme habe sich im Nachhinein erwiesen, „dass wir vorhandene Veranstaltungen integriert haben“. So habe der Standort Albisheim beispielsweise davon profitiert, dass das gleichzeitig im gesamten Zellertal stattfindende Sattelfest Hunderte von Besuchern angelockt habe. „Denen haben wir dann mit dem ,Heimat Shoppen’ einen zusätzlichen Anreiz geboten. Gerade das Zellertal lebt ja von seinen Winzern und Hofläden.“
Herbstfest war größtes Zugpferd
Das größte Zugpferd war sicher das Herbstfest in Rockenhausen. Das sieht auch Bauer so. Dennoch sei es auch an den anderen Standorten gelungen, positiv auf sich aufmerksam zu machen. Ein besonderes Ereignis in Kirchheimbolanden sei etwa das Gewinnspiel des Donnersberg-Tourismus-Verbandes auf dem Römerplatz, eine Donnersberg-Rallye, gewesen. „Dort ist es uns gelungen, die vorhandenen Publikumsströme nochmal anders anzusprechen.“ Darüber hinaus habe es aber auch in den Geschäfte in der Stadt selbst eigene Angebote gegeben.
Auch Winnweiler sei sehr gut besucht gewesen. „Hier wurde kurzfristig die kleinste Fußgängerzone Deutschlands eingerichtet, und es gab neben dem Einkaufen auch viele Attraktionen, die gezielt an Familien mit kleinen Kindern gerichtet waren. Ich denke, dass es der richtige Weg ist, das Einkaufen mit anderen Erlebnisangeboten zu verbinden. So könnte es gelingen, auch jüngere Kunden, für die lokal Einkaufen keine Selbstverständlichkeit mehr ist, zu gewinnen.“
„Azubi-Talkrunde“ erweist sich als Erfolg
Strenggenommen nicht Teil von „Heimat Shoppen“ sei der „Azubi Talk“ in Rockenhausen und Winnweiler gewesen. Dennoch habe man diese Veranstaltung mit „Heimat Shoppen“ zusammengelegt. „Die Idee dahinter war, dass, anders als zum Beispiel auf Ausbildungsmessen, nicht Berufsberater oder Handwerksmeister, sondern die Auszubildenden selbst Schülern ihren Betrieb vorstellen sollten“, so Bauer. „Dieses Format kam sehr gut an. Die Schüler waren begeistert. Der Kreis wird den Talk mit Sicherheit in ähnlicher Form wiederholen und weiterentwickeln.“ Selbst wenn nicht offiziell Teil des „Heimat-Shoppen“-Programms, hätten doch auch diese Talkrunden dazu beigetragen, mehr Menschen in die beiden Städte zu bringen.
Reiner Bauers Fazit der Aktion „Heimat Shoppen“ fällt jedenfalls positiv aus: „Viele Besucher der Feste haben auf diese Weise auch mal wieder entdeckt, was die Region so alles zu bieten hat, was es bei uns alles gibt und welche Leistungsträger wir haben. Wir werden uns auch im nächsten Jahr beteiligen.“