Donnersbergkreis Sprechstunde und Dorfbegehung

Ein offenes Ohr für Bürger-Anliegen zu haben, gehört für die Hochsteiner Ortsvorsteherin Christiane Demmerle zu ihrer Arbeit. Ab sofort hat sie das offene Ohr auch ganz offiziell: Jeweils am ersten Montag im Monat gibt es nun im Winnweilerer Ortsteil eine Bürgersprechstunde. Das gab Demmerle beim Neujahrsempfang von Ortsbeirat und Gesangverein Hochstein bekannt.
Im gut besuchten ehemaligen Schulgebäude verkündete Demmerle weitere Neuerungen in Hochstein. Für 2015 sei eine Begehung zu sämtlichen repräsentativen Stellen des Ortsteils geplant. In der Friedhofstraße werden die Aufbrüche wieder verschlossen, ferner soll über die Neugestaltung des Spielplatzes nachgedacht werden. Viele Themen hätten den Ortsbeirat seit seiner Gründung im Vorjahr beschäftigt, sagte Demmerle. Mutig habe das Gremium neue Ideen entwickelt und umgesetzt. Sie sei stolz darauf, als erste Frau an der Spitze Hochsteins zu stehen. Lobend erwähnte Demmerle die rege Vereinsarbeit; positiv sei auch, dass die Kerwe wieder ins Leben gerufen wurde. Glücklich sei sie zudem über das neu hergerichtete Denkmal. Für vorübergehenden Ärger sorgte, dass der Briefkasten in Hochstein infolge eines „menschlichen Fehlers bei der Post“ entfernt worden sei, wie die Ortsvorsteherin sagte. Auf ihre Beschwerde hin sei der Fall geprüft worden – mittlerweile steht der Briefkasten wieder. Für den Gesangverein bringt das neue Jahr eine wesentliche Veränderung: Chorleiterin Hildegund Becker, der mit Präsenten für ihr langjähriges Engagement gedankt wurde, beendet ihre Tätigkeit. Im Februar sind zwei Schnuppersingstunden geplant, bei der sich zwei Chorleiter vorstellen werden, informierte die erste Vorsitzende Beate Steitz. Die Neujahrswünsche der Orts- und Verbandsgemeinde Winnweiler überbrachte Bürgermeister Rudolf Jacob. Weder die VG noch die Ortsgemeinde hätten wesentliche Entscheidungsbefugnisse für das ehemalige Gienanth-Betriebsgelände auf der Kupferschmelz, sagte Jacob. Das Grundpfandrecht besitze eine Sparkasse. Die größte Hürde sei es nun, einen neuen Eigentümer für das Gelände zu finden. Mittlerweile gebe es drei Interessenten. Die notwendigen Bodenuntersuchungen seien abgeschlossen und die endgültigen Ergebnisse würden Anfang April vorliegen. Dieser Veröffentlichung steht Jacob recht optimistisch gegenüber. Er geht davon aus, dass sich „die Verpflichtungen für den neuen Eigentümer in Grenzen halten werden“. Zudem sei für 2015 der Anschluss der Kanalisation des Kahlheckerhofes an die Gruppenkläranlage Winnweiler geplant. Der musikalische Teil der Veranstaltung wurde vom Kinderchor unter der Leitung von Angelina Jacob eröffnet, am Klavier begleitet von Nikolas Geminn. Der gemischte Chor unter der Leitung von Hildegund Becker überzeugte mit seinem gesanglichen Vortrag über Freunde und Frieden. Für Erheiterung sorgten die Liedbeiträge von einem Huhn und dem kleinen grünen Kaktus. Der Mädchenchor unter Leitung von Hildegund Becker interpretierte unter anderem „California Dream“. Zeitweise wurde dieses Ensemble von Siska Müller mit der Querflöte begleitet. Der Philosophiechor überzeugte unter der Leitung von Andreas Schitter mit seinen anspruchsvollen Liedvorträgen. (llw)