Donnersbergkreis Sieben Treffer sorgen für Luft
WINNWEILER. Mit dem dritten Saisonsieg, dem 7:2 (3:0) gegen den FSV Offenbach, verschaffte sich Verbandsligist ASV Winnweiler etwas Luft am Tabellenende und rückte auf den 13. Tabellenplatz vor. Der Gegner bleibt weiter ohne Punkt Tabellenletzter. Überschattet wurde das Spiel von einer schweren Schulterverletzung bei ASV-Torhüter Robin Assel, der auf dem Spielfeld vom Krankenwagen abgeholt wurde. Die Partie war fast eine halbe Stunde lang unterbrochen.
Vielfach war vor dem Spiel zu hören, dass der ASV dieses Spiel unbedingt gewinnen muss. Entsprechend engagiert begann die Mannschaft, versuchte sofort Druck zu machen. Allerdings war eine gewisse Nervosität nicht zu übersehen. Die Angriffe wurde teilweise etwas überhastet und ungenau vorgetragen. Trotzdem ergaben sich einige Möglichkeiten, wenn auch die ganz großen Torchancen zunächst ausblieben. So schossen Fabian Schmitt und Pascal Hertel mit ihren Schüssen mehr oder weniger knapp vorbei. Der Abschluss von Christian Vollmer geriet zu schwach, so dass Gästetorhüter Mandery problemlos aufnehmen konnte. Dann legte sich Schmitt zu weit vor, blieb am Torhüter hängen. So musste eine Standardsituation zur Führung herhalten. Schmitt hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern direkt neben dem Pfosten ins Netz. Allerdings schien Mandery dabei nicht glücklich postiert gewesen zu sein. Dann ging es Schlag auf Schlag. Alexander Matinski setzte Vollmer per Kopf in Szene, der hatte freie Bahn und vollstreckte cool zum 2:0. Nur fünf Minuten später wurde ein Schuss von Fabian Schmitt aus dem Gewühl zum 3:0 abgefälscht. Ob des Abwehrverhaltens war David Weiß, Interimstrainer der Gäste aus Offenbach, nach dem Spiel immer noch fassungslos. „Wir geraten nach drei schweren Fehlern hoffnungslos in Rückstand. Da war das ganze Selbstvertrauen natürlich weg.“ Warum die Gäste bis zu diesem Spiel erst zwei Tore geschossen hatten, war unschwer zu übersehen. Trotz einiger ansehnlicher Ballpassagen ließen sie nach vorne jegliche Durchschlagskraft vermissen. Eine Kopfballchance nach einem Eckball und ein Weitschuss waren die einzigen nennenswerten Offensivaktionen des FSV. Nach dem Seitenwechsel wollte sich der ASV Winnweiler offensichtlich auf der Führung ausruhen, die Gäste konnten jetzt mehr Spielanteile verbuchen. Und plötzlich stand es nur noch 3:1. Torhüter Robin Assel hatte einen Schuss von Rico Gaab zur Seite pariert, der Ball kam wieder vor das Tor, und Edonis Mustafa konnte relativ unbewacht einköpfen. Beim ASV ging die Souveränität jetzt verloren, aber die Gäste konnten dies nicht ausnutzen. Ein weiterer Kopfball von Philippe Bender strich knapp über das ASV-Gehäuse. Mit dem 4:1 kam wieder mehr Ruhe in das Spiel der Einheimischen. Schmitt verlängerte einen weiten Torwartabschlag per Kopf auf Waldemar Schneider, der ließ den Ball einmal aufspringen und schoss ihn hoch in die lange Ecke Das 5:1 war dann schön herausgespielt. Schmitt ließ einen Pass aus dem Mittelfeld durch, Schneider passte vor dem Torwart nach innen, und der gerade eingewechselt Bastian Steer brauchte nur noch einzuschieben. Praktisch im Gegenzug kam es zu der eingangs geschilderten Verletzung Assels bei einer Abwehraktion, bei der er auch noch einen Elfmeter verschuldete. Den verwandelte Daniel Evrard nach der Unterbrechung gegen Yannic Orschiedt, der jetzt im Tor stand, weil der ASV schon drei Mal gewechselt hatte. Den Gästen fehlte aber die Überzeugung, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Im Gegenteil. In der Schlussphase schloss Schneider, jeweils von Marco Petrusch in Szene gesetzt, noch zwei Konter erfolgreich zum 7:2 ab. „Hoffentlich war das kein Pyrrhussieg“, sagte ASV-Trainer Jürgen Giehl angesichts der schweren Verletzung seines Torwarts und konnte sich nicht so richtig freuen. „Trotz des hohen Sieges war unser Spiel noch nicht so, wie es sein soll. In der zweiten Halbzeit waren wir zu fahrig. Ein stärkerer Gegner nutzt das aus“, analysierte der ASV-Trainer. Sport So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Siebecker (57. Orschiedt), Dreger, Scharfenberger - Geißler, Tim Giehl (62. Petrusch), Schneider, Matinski (71. Steer) - Hertel, Vollmer - Schmitt