Donnersbergkreis Schulleiter Torsten Edinger: Ich schaue die Fußball-WM nicht, weil ...
„Grundsätzlich gehört Fußball nicht zu meinen Lieblingssportarten“, sagt Torsten Edinger, Schulleiter der Albert-Schweitzer-Realschule plus in Winnweiler. Seine Tätigkeit als „Volunteer“ – das heißt als freiwilliger Helfer – bei der Fußball-WM 2006 im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern habe ihn aber doch so geprägt, „dass ich seitdem bei einer Weltmeisterschaft zumindest besonders wichtige und allen voran die Finalspiele schaue“.
Mit der WM in Katar allerdings, so Edinger, „hat sich der weltweite Profifußball meiner Ansicht nach in Sachen Glaubwürdigkeit keinen Gefallen getan. Ich bekomme bei vielen Freunden und Bekannten mit, dass ihnen die Freude am Thema Fußball durch die zum Teil fragwürdigen Begleitumstände etwas abhanden gekommen ist.“
Natürlich sei es für die Mannschaften vor Ort nun schwierig, sich gegen bestimmte Auflagen und Verbote zu wehren. „Als jedoch vor vielen Jahren die Vergabe für 2022 im Raum stand, gab es meines Erachtens keine nennenswerten Reaktionen“, kritisiert der Schulleiter. Damals wäre der richtige Zeitpunkt gewesen zu reagieren – sich während der nun bereits laufenden WM zu beklagen, sei zwar „in vielen Teilen nachvollziehbar und richtig“, komme seiner Meinung nach aber zu spät. Selbst als eingefleischter Fußball-Fan würde er deshalb wohl bei dieser WM eher nicht einschalten, so Edinger.
Bürgermeister Michael Cullmann ist großer Fußball-Fan – wir aber eher auch nicht einschalten.