Donnersbergkreis Roter Teufel und nun Deutscher
Für Kacper Przybylko wird das heutige Zweitligaspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Arminia Bielefeld ein ganz besonderes sein. Der Stürmer der Roten Teufel spielt gegen die Mannschaft aus seiner Geburtsstadt, und es wird sein erstes Fußballspiel als deutscher Staatsbürger.
Der gebürtige Pole gehörte am Mittwoch zu den 19 Kaiserslauterer Bürgern, denen im Pfalzgrafensaal von Oberbürgermeister Klaus Weichel die Einbürgerungsurkunde überreicht wurde. Nachdem die von Tenor Karl Müller zur Klavierbegleitung von Johannes Zimnol gesungene Nationalhymne verklungen und die Einbürgerungsfeier zu Ende war, hielt Kacper Przybylko strahlend die Urkunde in der Hand. Froh sei er, dass er nun deutscher Staatsbürger sei, sagte der in Jeans und hellem Pulli gekleidete Fußballprofi und fand die Feier „gesellig und würdig“. Das Einbürgerungsverfahren sei für ihn in Kaiserslautern sehr einfach und schnell verlaufen, berichtete Przybylko, der vor rund zwei Monaten seine Unterlagen abgegeben und den Einbürgerungsantrag gestellt hatte. Vor allem praktische Gründe seien es gewesen, die ihn zu diesem Schritt veranlasst hätten. So sei es ihm als Polen nicht möglich gewesen, in Deutschland einen Handyvertrag abzuschließen. Außerdem wolle er auch mal in die Vereinigten Staaten reisen, und das sei mit einem deutschen Pass leichter als mit einem polnischen. Neben der deutschen Staatsbürgerschaft besitzt der 22-Jährige auch weiterhin die polnische. In Bielefeld geboren und aufgewachsen, fühle er sich als Deutscher, sagte Kacper Przybylko, der zweisprachig ist. Das Polnische habe er sich selbst beigebracht, so Przybylko, der stolz darauf ist, dass er die Sprache seiner Eltern, die aus der Nähe von Breslau stammen, in Wort und Schrift beherrscht. (pkn)