Obermoschel
PV-Anlage im Bereich Galgenwald soll realisiert werden
Erneuerbare Energien sind für finanzschwache Gemeinde ein Weg, oftmals sogar der einzige Weg, um irgendwie in die schwarzen Zahlen zu kommen, ohne die eigenen Bürgerinnen und Bürger noch mehr durch Steuern zu belasten. Entsprechend hoffnungsvoll ist man in der Stadt Obermoschel aktuell, da die Firma Boreas aus Kaiserslautern nun im Bereich Galgenwald eine Photovoltaik-Anlage realisieren will. Das Gebiet liegt zwischen der Moschellandsburg und Sitters und ist „von nirgends wirklich gut einsehbar. Höchstens vom Kahlforst“, wie Stadtbürgermeister Hans Ruppert betont. Ein optimaler Standort also für ein solches Projekt. Oder, wie Ruppert es nennt: „Eine verträglich Maßnahme“. Zumal Boreas plant, dort oben keine Betonfundamente zulegen, sondern stattdessen auf Bohrfundamente zu setzen und so die Flächen im Bereich Galgenwald nicht zu versiegeln.
Zu euphorisch ist Ruppert allerdings noch nicht. Schließlich soll, wie er sagt, bereits seit 20 Jahren dort eine solche Anlage realisiert werden. Der Flächennutzungsplan sei entsprechend bereits angepasst, bislang sei eine Umsetzung aber nie zustande gekommen. Nun versucht sich eben die Firma Boreas daran und ist in Gesprächen mit den Eigentümern der Flächen in dem Bereich. Ruppert erklärt zudem, dass Boreas die Fläche gerne noch ein wenig anpassen würde, um eine möglichst effektive Anlage aufstellen zu können. Er geht von drei bis fünf Jahren aus, ehe die PV-Anlage tatsächlich die Arbeit aufnimmt.
Flächen im Gebiet Galgenwald gehören der Kirche
„Bei so einem Projekt können wir in der aktuellen Lage schlecht nein sagen“, sagt Stadtbürgermeister Ruppert. Allerdings wird die Stadt nicht alles an Geldern einstreichen können. Die Fläche, auf der Boreas die PV-Anlage realisieren will, gehöre der Kirche, wie Ruppert betont. Die Stadt Obermoschel würde also nur durch Umlagen und Abgaben profitieren, was aber weiterhin ein lukratives Geschäft darstellen würde.