Schönborn Projektierer liebäugelt mit Windrad von 245 Metern Höhe

Sollen wie Pilze aus dem Boden wachsen: Windräder werden als wesentlicher Faktor der Energiewende angesehen.
Sollen wie Pilze aus dem Boden wachsen: Windräder werden als wesentlicher Faktor der Energiewende angesehen.

Wenn es nach den Wünschen des Windkraftprojektierers und Anlagenbauers Eno Energy mit Sitz in Rostock und im Ostseebad Rerik geht, soll auf Gemarkung Schönborn eine Windkraftanlage gebaut werden.

Entstehen soll die Anlage in etwa gegenüber der Windräder des Birkenkopfes bei Bisterschied, zwischen den Kreisstraßen 8 und 11. Geplant ist eine schalloptimierte Sechs-Megawatt-Anlage vom Typ Eno 160 mit einer Rotorenhöhe von 245 Metern. Der Durchmesser beträgt 160 Meter. Bei optimalem Wetter können jährlich bis zu 21.500 Millionen Kilowatt Strom erzeugt werden, was rechnerisch für 6100 Haushalte reichte und 14.400 Tonnen CO2 einsparen könnte.

Ein Unternehmensvertreter hat die Pläne jüngst im Gemeinderat vorgestellt. „Wir haben uns das einfach mal angehört“, sagte Ortsbürgermeisterin Nadja Müller. Diskutiert und entschieden werde erst in den kommenden Sitzungen.

Flächennutzungsplan müsste geändert werden

Für die Verwirklichung müsste die Fläche im neuen Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land als Fläche zur Erzeugung regenerativer Energie aufgenommen werden, derzeit ist im Flächennutzungsplan auf dem betreffenden Areal landwirtschaftliche Nutzfläche vorgemerkt. Zudem müssten in der Folge alle Genehmigungsverfahren positiv beschieden werden.

Neben Schönborn selbst würden auch die Nachbargemeinden im Umkreis von bis zu 2,5 Kilometer nach dem neuen Energie-Einspeise-Gesetz von der Anlage profitieren. Pro erzeugtem Kilowatt Strom winken den Gemeindehaushalten dann bis zu 0,2 Cent als Beteiligung, die nicht umlagepflichtig wäre.

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