Handball
„Nordpfälzer Wölfe“ in der Favoritenrolle beim TV Offenbach 3
Erst drei Punkte haben die Südpfälzer in der Bezirksliga bisher sammeln können. Geht es nach den „Nordpfälzer Wölfen“ sollte am Samstag auch keiner dazukommen. Einer, dessen Nervenstärke einen Teil zum erhofften Auswärtssieg beitragen soll, ist Erek Heinz. Der 31-Jährige überzeugte im letzten Spiel mit einer makellosen Siebenmeterbilanz bei elf Versuchen. „Ich schaue den Torwart oftmals aus, bevor ich mich für einen Wurf entscheide und variiere meine Würfe“, verrät der Lehrer für Sport und Mathematik. Mit 24 verwandelten Strafwürfen führt er diese Rangliste in der gesamten Bezirksliga an.
Die Abwehr ist aktuell das Problem
Seine handballerischen Wurzeln hat der sportbegeisterte Erek Heinz beim VfR Hettenleidelheim, wo er mit sieben Jahren mit dem Handball begann. Im Aktivenbereich feierte er mit der HSG Eckbachtal den Meistertitel in der Pfalzliga. „Von dieser Saison abgesehen, habe ich stets für die HR oder einen ihrer Vorgängervereine gespielt“, erzählt der Leistungsträger, der am liebsten auf der Spielmacherposition spielt. Dort könne er am besten seine Stärken, nämlich das direkte Duell mit dem Abwehrspieler sowie die Spielübersicht einbringen. „In Sachen Torgefahr aus dem linken und rechten Rückraum kann ich mich noch verbessern“, gibt sich Heinz selbstkritisch. Etwas kritisch sieht er auch die hohe Anzahl der Gegentore, die er und seine Wölfe zu beklagen haben: „Die Abwehr ist aktuell unser Problem. Wir bekommen zu viele Gegentreffer.“
Allerdings hat die HR fast immer noch mehr Tore als der Gegner erzielen können und steht deshalb ganz oben in der Tabelle. „Natürlich sorgen Erfolge für eine gute Stimmung, dennoch bleiben wir bodenständig, da wir uns bewusst sind, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen, aber leider auch gegen jeden Gegner verlieren können“, warnt Erek Heinz davor, den TV Offenbach zu unterschätzen.
Außenseiterrolle für die „Wölfinnen“
Wie bei den Herren, so ist auch beim Gastspiel der Damen in Schifferstadt die Favoritenrolle klar verteilt – diesmal allerdings zuungunsten der HR. Die „Nordpfälzer Wölfinnen“ kämpfen schon seit Monaten mit einer dünnen Personaldecke. Coach Matthias Griebe würde gerne einmal ein Training mit voller Kaderstärke durchführen, doch aus verschiedensten Gründen läuft das Training seit geraumer Zeit nur auf Sparflamme. So ist auch der vorletzte Tabellenplatz mit nur einem Punkt auf der Habenseite wenig überraschend. Nun geht es zur HSG Dudenhofen/Schifferstadt, die mit 8:4 recht weit oben platziert ist und mit einem Heimsieg Tuchfühlung zur Tabellenspitze halten könnte. Nur die kühnsten Optimisten dürften den „Wölfinnen“ eine Überraschung in der Fremde zutrauen.
Die Tipps
Expertentipp von Erek Heinz:
Damen: HSG Dudenhofen/Schifferstadt – HR 22:22
Herren: TV Offenbach 3 – HR 29:30
RHEINPFALZtipp:
Damen: HSG Dudenhofen/Schifferstadt – HR 31:24
Herren: TV Offenbach 3 – HR 26:33