Donnersbergkreis Noch schneller vor Ort
Der neue Standort sei ein zentraler Punkt im Ort, betonte VG-Bürgermeister Rudolf Jacob bei der offiziellen Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in Münchweiler, das bislang am Ortsrand untergebracht war. „Wir haben sorgfältig den finanziellen Aufwand abgewogen“, erinnerte Jacob. Nach sorgfältiger Prüfung sei man zu dem Entschluss gekommen, neu zu bauen. Zuwendungen und Verkaufserlös brachten 280.000 Euro in die Verbandsgemeindekasse, so dass letztlich noch ein Aufwand von 170.000 Euro zu schultern war. Damit war ein Neubau einschließlich Grunderwerb günstiger als die Grundsanierung des bisherigen Gebäudes. Im Einsatz seien fast ausschließlich Fachbetriebe aus der Verbandsgemeinde Winnweiler gewesen, so Jacob. Offen gestand der VG-Bürgermeister auch, dass die Bauzeit deutlich über der erwarteten Zeit lag. „Mit dem Rohbau wurde erst begonnen, als das Werk hätte fertig sein sollen“, fügte er humorvoll an. Das neue Haus sei zu einer gelungenen Kombination aus Fahrzeughalle, Umkleideräumen und Sozialraum geworden. Erfreut zeigte sich Jacob darüber, dass der finanzielle Aufwand trotz Verzögerung im Kostenrahmen geblieben ist. Der Bau des Gebäudes sei kein Alleingang der Verbandsgemeinde Winnweiler als Träger des Brand- und Katastrophenschutzes gewesen, unterstrich Landrat Rainer Guth. Vorbildlich seien die Nutzer, also die Feuerwehrangehörigen, in die Planungsphase mit eingebunden worden. Auf einem zentralen Platz befinde sich nun ein modernes Gebäude für Ehrenamtliche, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Lobenswert sei auch die kommunalpolitische Abstimmung zwischen der Verbandsgemeinde Winnweiler und der Ortsgemeinde Münchweiler gelaufen. In dieser Kommune steche die vorbildlich geführte Jugendfeuerwehr besonders heraus. Eine gute Jugendmannschaft sei der Grundstock für die kommenden Jahre, und in Münchweiler lasse sich darauf aufbauen, so der Landrat. Das Gebot der Nächstenliebe werde hier in der Feuerwehr gelebt, und vorhanden sei ein starkes gegenseitiges Vertrauen, sagte Joachim Vatter, Mitglied im Pfarrgemeinderat der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz Winnweiler. Die Floriansjünger fänden hier gute Rahmenbedingungen für ihre ehrenamtliche Tätigkeiten und dafür biete ihre Ausbildung eine vorzügliche Grundlage. Er bete dafür, dass alle Wehrleute immer unversehrt von ihren Einsätzen zurückkehrten. Die Ortsgemeinde Münchweiler ist stolz auf ihre Ortsfeuerwehr, betonte Ortsbürgermeister Christoph Stumpf (SPD). Er begrüße die Zurückverlegung des Mittelpunktes der Feuerwehr in den Ortskern. „Damit der Standort gesichert blieb, haben wir schon lange vor dem ersten Spatenstich den Straßenteil in ,An der Feuerwache’ umbenannt und somit eine gewisse Verpflichtung geschaffen“, erklärte humorvoll das Gemeindeoberhaupt. Stolz seien er und die Gemeinde über die vor 38 Jahren als erste im Donnersbergkreis gegründete Jugendfeuerwehr und die exzellente Jugendarbeit. Nach den Worten von Wehrleiter Christian Füllert habe man hier einen zeitgemäßen und adäquaten Standort schaffen können. Dadurch könne die Einsatzzeit der Wehr von Münchweiler künftig um zwei bis drei Minuten gesenkt werden, so der Wehrleiter.