Donnersbergkreis Neuer setzt auf Mannschaftsspiel

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„Nur das Team kann gewinnen“: Das ist der Leitspruch von Privat-Dozent Daniel Beyer. Er wurde jüngst in seinem Amt als neuer Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kaiserslautern, die er seit Januar leitet (wir berichteten), offiziell eingeführt. Der 40-Jährige ist gebürtig aus Fritzlar in Hessen und hat im saarländischen Homburg Medizin studiert.

Strukturiert, geplant und vorausschauend sei die Arbeitsweise Beyers, schilderte Peter Förster, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, seine Eindrücke der ersten Monate. Förster erläuterte das Bewerbungsverfahren für Chefärzte, das einen monatelangen Findungs- und Sichtungsprozess beinhalte. Das Verfahren ende mit einem Besuch der Findungskommission am Arbeitsort des Bewerbers, in dem Fall die Universitätsklinik Schleswig-Holstein in Lübeck. Der Geschäftsführer schilderte ferner die Erwartungen, die ein neues Haus an den neuen Chefarzt habe. Die Zusammenarbeit sollte geprägt sein von einem Miteinander, der Umgang mit den niedergelassenen Ärzten sollte im Sinne der Patienten in gegenseitiger Wertschätzung erfolgen, so zwei der Kriterien. Die Frauenklinik solle nicht nur erhalten, sondern weiterentwickelt werden. Beyer sei umgeben von erfahrenen Mitarbeitern, mit denen zusammen die Erwartungen erfüllt werden könnten. Über den Besuch bei Beyer in Lübeck sprach Christian Mönch im Namen der Ärzte des Klinikums. Der Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie war Mitglied in der Findungskommission. Seinen Eindruck nach dem Tag in der Hansestadt fasste er in einem Satz zusammen: Er habe keinen Zweifel, dass Beyer „der richtige Mann für das Westpfalz-Klinikum“ ist. Die Messlatte für den Tag sei sehr hoch gelegt worden; unter anderem gehörten Operationen vor der Findungskommission zum Anforderungskatalog. Beyer habe an Brust, Bauch, offen und invasiv operiert, zudem habe er gezeigt, dass er ein Kind zur Welt holen kann. „In so einem Haus wie dem Westpfalz-Klinikum braucht man einen, der alles kann.“ Beeindruckt sei er nicht nur von den operativen Fähigkeiten Beyers gewesen, sondern auch von einem Gespräch mit der leitenden Hebamme, die angesichts des Weggangs Beyers in Tränen ausgebrochen sei. Mönch fasste zusammen: „Das ist das, was wir hier wollen: Moderne Medizin mit menschlichem Gesicht.“ Der Betriebsratsvorsitzende Anneliese Amann befasste sich ebenfalls mit der Frage nach der idealen Führungspersönlichkeit. Führung sei eine Mischung aus Vertrauen und Strategie. Wenn man auf ein Kriterium verzichten müsse, sei es die Strategie: „Denn Menschen folgen nur, wenn sie vertrauen.“ „Wir können nur gut und erfolgreich sein, wenn wir ein gutes Mannschaftsspiel haben“, konstatierte Beyer in Anknüpfung an den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Er schilderte die Schwerpunkte seiner Klinik: Geburtshilfe und Pränataldiagnostik, Onkologie und Senologie (Lehre von der weiblichen Brust) sowie die operative Gynäkologie. Im Zusammenhang mit dem Fußballclub kündigte der 40-jährige Vater dreier Kinder die Eröffnung eines FCK-Kreißsaals an, der in Kooperation mit dem Verein entstehen soll. Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Färber hatte zu Beginn festgestellt: „Beyer kommt von der Küste und wird den Leuchtturm Westpfalz-Klinikum bereichern.“ Professor Achim Rody, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck, hielt einen Fachvortrag zu Beyers Einführung: „Zukunft der gynäkologischen Onkologie am Beispiel des Mammakarzinoms“. Der Klinik-Chor, der nach den Worten Peter Försters noch Mitglieder sucht, gestaltete die Veranstaltung musikalisch. (ita)

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