Eisenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Musikschul-Außenstelle präsentiert sich am Tag der Vereine

Bei der Einweihung der Schule vor wenigen Wochen begrüßten die Lehrer die Gäste mit Musik. Am Tag der Vereine dürfen hingegen di
Bei der Einweihung der Schule vor wenigen Wochen begrüßten die Lehrer die Gäste mit Musik. Am Tag der Vereine dürfen hingegen die Schüler ihr Können präsentieren.

Wenn am Samstag in Eisenberg zum Tag der Vereine geladen wird, präsentiert sich auch die neue Außenstelle der Musikschule des Donnersbergkreises. Sie bestreitet das große Finale des Tages.

Kirchheimbolanden, Winnweiler, jetzt auch noch Eisenberg – die Einrichtung der neuen Außenstelle der Musikschule Donnersbergkreis im ehemaligen katholischen Pfarrhaus in Eisenberg bezeichnete Landrat Rainer Guth (parteilos) neulich als kulturellen Lückenschluss: „Wir müssen mit den Angeboten näher zu den Menschen“ , befand er bei der Einweihung. Er lobte die neuen, großzügigen Räumlichkeiten, den schönen Garten – das Flair, das so gar nichts mit einer konventionellen Schule gemein habe. Guth erinnerte sich dabei an seine Jugend und betonte, dass für ihn Musikunterricht am Nachmittag manchmal wie eine Strafe war. Die leeren Flure lösten bei ihm teilweise traumatische Zustände aus, sagte er. So werde es Musikschülern in Eisenberg nicht ergehen.

Stadtbürgermeister Peter Funck (FWG) zeigt sich stolz, mit der katholischen Kirche und dem Donnersbergkreis dieses Projekt gestemmt zu haben. Stadtbeigeordnete Sissi Lattauer (SPD) habe es mit viel Diplomatie vorangetrieben und klar war von Anfang an, dass der Landkreis, die Stadt Eisenberg, die katholische Kirche sowie vor allem die Musikschule gemeinsam an einem Strang ziehen müssen. Nun müsse man die Musikschule auch mit entsprechenden Mitteln ausstatten, um überleben zu können. Erste Spenden von Instrumenten hat es zwischenzeitlich schon gegeben, er hofft auf weitere Unterstützung. Auch Sponsoren seien wichtig. „Die Außenstelle der Musikschule muss auf eigenen Füßen stehen“, so Funck.

Funck denkt schon weiter

In der Musikschule in Eisenberg werden momentan Schlagzeug, Violoncello, Klavier und Gitarre unterrichtet. Erst kürzlich wurde mit Roland Feix auch ein Lehrer für Violine gewonnen – ein echter Eisenberger übrigens, wie Lucia Flores von der Schulleitung betont. Aber auch andere Instrumente kann sich Stadtbürgermeister Funck mittelfristig vorstellen. Immerhin stammt ein beachtlicher Teil der Eisenberger Bevölkerung aus anderen Kulturkreisen, die natürlich auch musikalisch und instrumental viel Eigenes mitbringen. Funck will sich mit dem Moschee-Verein in Eisenberg in Verbindung setzen, um weitere musikalische Möglichkeiten zu eruieren.

Zunächst stehen vier Räume im Erdgeschoss der Musikschule zur Verfügung, die ohne großen finanziellen Aufwand renoviert wurden. Später sollen auch Räumlichkeiten im ersten Stock genutzt werden. Hier hat Funck auch noch eine weitere Idee. Er ist auf der Suche nach einer dauerhaften Bleibe für das Römermuseum, das derzeit im Haus Isenburg untergebracht ist, und könnte sich eine Integration in die Musikschul-Räumlichkeiten vorstellen, wenn der Unterricht dadurch nicht gestört würde. So könnten beide Einrichtungen durch eine breitere Öffentlichkeit profitieren.

In der Musikschule Donnersbergkreis unterrichten 35 Lehrkräfte aktuell insgesamt rund 500 Schüler in Kirchheimbolanden, Winnweiler und Eisenberg. Am Tag der Vereine am Samstag, 2. Juli, wird sie sich in einem Sommerkonzert, 15.35 Uhr, auf der Bühne vor dem Evangelischen Gemeindehaus präsentieren. Das große Finale des Tages sozusagen. Insgesamt sechs Schüler werden auf der Bühne auftreten, fünf Sänger und Sängerinnen, ein Pianist. „Es wird ein breites Spektrum sein, von Beethovens Mondscheinsonate über ,Imagine’ von John Lennon bis hin zu Silbermonds ,Das Beste’. Unsere Schülerin Meike Schork wird auch eine Eigenkomposition am Start haben“, so Lucia Flores von der Kreismusikschule.

Außerdem hat die Schule auch einen Infostand, an dem Schnuppergutscheine zu bekommen sind – damit kann man sich die neue Musikschule auch mal von innen anschauen.

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