Donnersbergkreis Neue Komfortwohnungen für Mauersegler

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Hoch hinaus ging’s für die zwei Vogelschützer, als sie im Auftrag der Nabu-Kreisgruppe Donnersberg fünf Brutkästen für Mauersegler unter dem Dachvorsprung der Druckerei Giloi in Winnweiler andübelten.

Ein Hubsteiger der Feuerwehr Winnweiler hatte sie an ihren luftigen Arbeitsplatz an diesem hohen, dreistöckigen Haus gehievt. Trotz Dauerregens ging die Arbeit gut voran, bis lockeres Mauerwerk unerwartete Schwierigkeiten bereitete. Aber auch dieses Problem wurde gemeistert, so dass nach knapp anderthalb Stunden die Arbeit erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Mit den Brutästen wollten die Donnersberger Naturschützer einer Vogelart helfen, deren Bestand in den letzten zwölf Jahren im Donnersbergkreis um ein Drittel zurückgegangen ist. Zwei Gründe sind an diesem Rückgang schuld: Der Verlust geeigneter Brutplätze an alten Häusern und der Mangel an Nahrung – Mauersegler ernähren sich von Fluginsekten. Weil die Vögel auch Kunstnester annehmen, haben die Vogelschützer sich entschlossen, am Schlossplatz in Winnweiler ein entsprechendes Angebot zu machen. Die Aussichten sind gut, denn an lauen Sommerabenden zeigen die Mauersegler über dem Platz ihre rasanten Flugspiele. Hier sind sie zu Hause. Mauersegler werden von vielen Menschen für „große Schwalben“ gehalten, denn mit ihren langen Flügeln und dem gegabelten Schwanz besteht eine gewisse Ähnlichkeit. In Wirklichkeit sind sie aber nicht miteinander verwandt. Mauersegler sind wahre Akrobaten der Lüfte und halten in diesen Regionen einige Rekorde. Mit über 150 Stundenkilometern sind sie mehr als doppelt so schnell wie jeder Singvogel. Sie können alles im Flug machen: Insekten fangen, Nistmaterial sammeln, trinken, sich begatten - ja sogar schlafen in einem warmen Aufwind. Nicht so spektakulär, aber auch einmalig: Nur drei Monate, von Anfang Mai bis Ende Juli, bleibt dieser Zugvogel bei uns in der Nordpfalz. Rund 10.000 Kilometer legt er beim Flug insWinterquartier nach Südafrika zurück. Da kann kein anderer heimischer Zugvogel mithalten. Da der Brutkästen-Einsatz die Möglichkeiten der Nabu-Kreisgruppe bei weitem überstieg, dankte sie Bürgermeister Jacob für die Bereitstellung des Hubsteigers, der Feuerwehrmann, die die schwierige Arbeit erledigte und dem Hausbesitzer, der die Erlaubnis gab, die Mauersegler-Komfortwohnungen anzubringen. Die Vogelschützer sind sich sicher, dass die Mauersegler bei ihrer Rückkehr im nächsten Mai die Nistkästen beziehen werden. Somit gibt es nun zwei Mauersegler-Kolonien im Donnersbergkreis. Die andere befindet sich an einer Trafostation in Kirchheimbolanden-Haide. (as)

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