Winnweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Multifunktionale Sportanlage für die Gemeinde

Ein Ausschnitt von dem Gelände, wo die Anlage entstehen soll.
Ein Ausschnitt von dem Gelände, wo die Anlage entstehen soll.

Winnweiler ist bald um eine Attraktion reicher. Das hat Ortsbürgermeister Rudolf Jacob in der jüngsten Gemeinderatssitzung verkündet. Von einer geplanten multifunktionalen Sportanlage können alle Generationen partizipieren. Das alles ist Teil einer Initiative, die sich „Land in Bewegung“ nennt.

So richtig zu entscheiden hatte der Gemeinderat bei diesem Tagesordnungspunkt eigentlich nichts, denn Ortschef Rudolf Jacob lieferte dem Gremium lediglich einen ausführlichen Sachstandsbericht zu der bereits recht weit vorgeschrittenen Planung. Dennoch begrüßten alle Fraktionen das Projekt. „Uns wurden für die Sportfördermaßnahme Landesmittel in Höhe von 35.243 Euro bewilligt“, verkündete Jacob. Die geplanten Gesamtkosten der Anlage betragen 79.640 Euro, rechnete der Ortsbürgermeister außerdem vor. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 31.856 Euro. Die verbleibenden Kosten in Höhe von 12.541 Euro werden durch Spenden gedeckt.

Für das Geld bekommt die Gemeinde eine recht dicht bestückte 5500 Quadratmeter große Freizeitanlage auf der ein sogenannter Dirt Pumptrack, eine wellige Geländestrecke für Radfahrer mit Dirtbikes (eine Sonderform des Mountainbikes, die besonders für Sprünge im Gelände gebaut ist) integriert wird. Außerdem werden eine wassergebundene Fläche für das Basketballspiel angelegt, eine Tischtennis-Platte aufgebaut, eine Boule-Anlage, eine Skater-Anlage und ein Bolzplatz für das Fußballspiel gebaut.

Fläche ursprünglich für Friedhofserweiterung vorgesehen

Sören Damnitz (SPD) äußerte zwar Bedenken, dass dies alles auf dem aus seiner Sicht „recht engen“ Gelände nur schwer unterzubringen sei, doch diese konnte Jacob zerstreuen, da das Areal bereits jetzt in verschiedene abgestufte Bereiche untergliedert ist. „Sicher ist das eine ambitionierte Maßnahme, doch es ist auch nicht zu erwarten, dass im gesamten Tagesverlauf alle Teile des Geländes gleichermaßen in Anspruch genommen werden“, so der Ortsbürgermeister. Er erwarte, dass beispielsweise der Bereich für die Skater, der vorwiegend die jüngeren Besucher ansprechen dürfte, zu anderen Zeit belegt sein dürfte, als der Boule-Platz, der von einem älteren Klientel genutzt werde.

„Ich finde es besonders gelungen und toll, dass auf dieser Anlage die Interessen wohl aller in Winnweiler vertretenen Generationen berücksichtigt wurden“, lobte Daniela Marger (CDU) die vorgestellte Planung. Die gesamte Fläche sei bereits Eigentum der Gemeinde und bislang als Erweiterungsfläche für den Friedhof vorgesehen gewesen, wofür allerdings kein Bedarf mehr gesehen werde, wie Jacob weiter ausführte. Der Bau der Anlage sei mit dem Bewegungsmanager für den Donnersbergkreis abgestimmt.

Die Ausschreibung und Umsetzung soll nach Eingang des formellen Bewilligungsbescheides erfolgen. Bereits im Vorfeld der Planung war genau abgeklopft worden, welche sportlichen Angebote in der Gemeinde Winnweiler vorhanden sind und wo für die verschiedenen Generationen Defizite gesehen werden.

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