Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Mein Wunschzettel für 2026 für den Donnersbergkreis

Mit Humor und Zuversicht wird 2026 ein gutes Jahr.
Mit Humor und Zuversicht wird 2026 ein gutes Jahr.

Zwischen alten Weihnachtsplätzchen und neuen Vorsatzlisten: Gedanken, Träume und Wünsche für das neue Jahr. Und warum wir trotzdem alles nicht so ernst nehmen sollten.

Das Jahr ist gerade mal ein paar Tage alt, im Küchenschrank liegen vermutlich noch restliche Weihnachtsplätzchen, der Weihnachtsbaum nadelt vor sich hin, der Berg an Vorsätzen ist riesig. Ein bisschen mehr Sport, ein bisschen weniger Zeit am Handy, ein bisschen mehr Zeit mit der Familie, ein bisschen weniger Stress bei der Arbeit. Gerade jetzt, wenn das Jahr noch so jung und frisch ist, ist die Zeit, sich ein paar Dinge zu wünschen.

Dinge, die im Jahr 2026 im Donnersbergkreis passieren könnten – ganz nach dem Motto: Wünschen kann man sich ja viel. Da fange ich doch direkt mal an und wünsche mir, dass Bäche und Wiesen frei bleiben von Motorenöl und, wenn jemand Mist gebaut hat, dass er dann dafür einsteht.

Antworten nicht im Amtsdeutsch

Dann wünsche ich mir Pressesprecher – und natürlich Pressesprecherinnen –, die schnell und geschwind informieren und nicht auf Nachfrage Sätze in verschwurbeltem Amtsdeutsch schicken. Klare und deutliche Antworten und Ansagen wären ein Traum!

Genügend Parkplätze – ohne die Gefahr, in einen Graben zu rutschen und ohne Matsch an den Füßen – wären auch ein Wunsch wert. Und ganz verrückt: Vielleicht könnte sogar der Parkplatz unter dem Römerplatz in Kirchheimbolanden wieder öffnen.

Anlaufstellen für Nachtschwärmer

Ein paar mutige Menschen, die die Kneipen wiedereröffnen, die gerade reihenweise schließen, damit Gourmets und Nachtschwärmer im Donnersbergkreis ein paar Anlaufstellen haben. Genug Ärzte – auch Fachärzte – wären ein ganz großer Wunsch, damit man nicht schon wieder gesund ist, wenn man schließlich den Termin bekommt. Moderne Praxen, kurze Wege, damit niemand lange warten oder fahren muss, und dann noch ein großer, kostenloser Parkplatz vor der Tür, das wär’ doch was.

Auch die Familien wollen wir hier nicht vergessen: Kita-Plätze für alle, die einen Platz brauchen, wären hier ein Wunsch wert. Zudem genug Pflegeeltern für alle Kinder, deren eigentliche Eltern sich gerade nicht kümmern können. Generell: Eine Familienpolitik, die die Bedürfnisse der Kleinsten in den Mittelpunkt stellt, wäre eine ganz feine Sache.

Eine große Portion Humor

Und dann wünsche ich mir ganz zum Schluss für alle eine ganz große Portion Leichtigkeit und Humor. Dass sich hier niemand wegen des Textes auf den vielleicht gar nicht vorhandenen Schlips getreten fühlt und manchmal auch einfach Fünfe gerade sein lassen kann. Dass wir Probleme ernst nehmen, aber den Humor nicht verlieren. Dass wir uns nicht nur bei offiziellen Anlässen begegnen, sondern vielleicht auch im Alltag mal ins Gespräch kommen.

Denn am Ende sind es wir Menschen, mit all unseren Macken und Fehlern, die den Donnersbergkreis ausmachen. Mit Offenheit, Neugierde, Hilfsbereitschaft und manchmal auch Schlagfertigkeit. Wenn all das gelingt, wird das Jahr 2026 ein Jahr, auf das wir alle stolz sein können. Und falls nicht alles klappt – dann haben wir auch in diesem Jahr in der Donnersberger Rundschau ein bisschen was zu schreiben. So ganz ohne uns wäre es ja vielleicht auch langweilig.

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