Winnweiler
Marktgeschehen (3): Wo man sich kennt und zu schätzen weiß
„Wir hatten schon überlegt, den Markt auf den Schlossplatz zu verlegen, weil der Marktplatz nun mal nicht so groß ist“, erzählt Dominik Lothschütz von der Verbandsgemeinde Winnweiler. Die Idee wurde aber wieder verworfen. „Der Schlossplatz liegt eben nicht so zentral wie der Marktplatz“. Der Nachteil: Immer wieder bekunden Anbieter ihr Interesse am Wochenmarkt, „wir können hier aber nicht mehr Standbetreiber unterbringen“. Gut besucht ist der Wochenmarkt aber trotz dieser Einschränkung.
Lachsfilet geht besonders gut
Verkäuferin Christina Bartel arbeitet schon seit rund 27 Jahren beim Fischhandel Schäffer. Seit 14 Jahren steht sie jeden Mittwoch am Fischstand auf dem Marktplatz in Winnweiler. Im Sortiment hat sie unter anderem Rotbarsch, Kabeljau, Seelachs und frische Forelle. „Lachsfilet verkaufen wir sehr oft“, sagt Bartel. Auch Saisonware, wie zum Beispiel Ende Mai der Matjes aus Holland oder im September dann die Miesmuscheln, geht gut. Ab Januar ist der Winterkabeljau aus Norwegen gefragt. Bartel selbst isst auch sehr gerne Fisch. Den Standort in Winnweiler weiß sie zu schätzen. „Es ist ein ruhiger Markt, aber wir haben hier unsere Stammkunden.“ Eine davon ist Beate Haffner aus Langmeil. „Ich komme seit 25 Jahren, wenn möglich jeden Mittwoch, auf den Markt“, meint sie. Neben dem Fisch landen dann auch Gemüse und Obst in ihrem Einkaufskorb.
Auch alte Tomatensorten in Bio-Qualität
Der Hofladen Klug aus Enkenbach ist seit 2016 mittwochs und samstags auf dem Marktplatz in Winnweiler. Er bietet Obst und Gemüse an. „Die Eier haben wir aus dem Sortiment genommen, da samstags auch das Hofgut Franck hier ist. Wir machen uns gegenseitig keine Konkurrenz“, sagt Peter Klug. Am häufigsten verkaufe er Tomaten, Kartoffeln und Salat. „Die pflanzen wir selbst an.“ Saisonal seien im Moment zum Beispiel Trauben im Angebot.
„Wir wollen aktuell so schnell wie möglich auf Bio umstellen.“ Zur Auswahl hat Klug die verschiedensten Tomatensorten von Tomaten, zum Beispiel die Cocktailtomate „Green Doctor“, Ananas-Tomate oder die Ochsenherztomate. „Ich sammle auch alte Tomatensorten wie zum Beispiel ,der Alte Kommunist’, eine längliche Flaschentomate.“ Die Resonanz auf dem Markt sei gut, auch er habe viele Stammkunden. „In der Corona-Pandemie haben wir uns vor Leuten nicht mehr retten können.“ Jetzt, in der Ferienzeit, sei eher weniger los.
Viele Stammkunden
Ilse Eger aus Winnweiler findet den Wochenmarkt wunderbar. „Ich komme jede Woche, manchmal sogar samstags und mittwochs zum Einkaufen“, sagt Eger. Hauptsächlich kaufe sie Obst und Gemüse, ab und zu auch mal Fisch. „Zum Essen ist alles da, das Angebot reicht völlig aus“, findet Eger.
Das Hofgut Franck ist seit zwei Monaten neu auf dem Markt. Leonhard Franck verkauft dort Rapsöl, Nudeln, Eier, Marmelade, ab Herbst wird er auch Linsen, Kichererbsen, Lupinen und Soja im Angebot haben. „Überwiegend verkaufen wir unsere Eier, Nudeln und die selbstgemachte Marmelade“, bemerkt Leonhard Frank. „Wir haben viele Stammkunden auf dem gut besuchten Markt.“ Seine Waren bietet Franck nur in Winnweiler an.
In unserer Serie bereits erschienen:
Teil 1: Der Rockenhausener Wochenmarkt
Teil 2: Der Göllheimer Wochenmarkt